Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Der christliche Mann in seinem Glauben und Leben

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Kirche besitzen freien Willen und können mit diesem 
der Aufforderung und Bemühung ihrer Kirche Wider¬ 
stand leisten. Die Kirche war immer und bleibt 
immer der Acker, auf welchem neben dem Weizen auch 
das Unkraut wuchert, das Netz, in dem neben den 
guten Fischen auch schlechte sich befinden. So hat es 
der göttliche Heiland ja selbst vorausgesagt. Aber un¬ 
zählig ist auch die Schaar der Heiligen, welche die 
Kirche von den ersten Tagen ihres Bestehens an bis 
auf unsere Zeit hervorgebracht hat. Man denke nur 
an die endlosen Reihen der heiligen Martyrer, welche 
mit der größten Unerschrockenheit die größten Qualen 
für Christus erduldeten, an die großen heiligen Väter 
und Lehrer, an einen Augustinus, einen Athanasius, 
einen Hieronymus, einen Thomas von Aquin, einen 
Bonaventura und andere Männer, welche die Welt er¬ 
leuchteten mit dem Lichte und Glanze ihrer tiefen und 
ausgebreiteten Wissenschaft und dabei die Demuth und 
liebenswürdige Einfalt eines unschuldigen Kindes be¬ 
saßen. Man denke an jene herrlichen Ordensstifter, die 
mit wunderbarer Macht ihre Zeit beeinflußten und 
Schöpfungen hervorriefen, von denen Ströme des Segens 
auf die Menschheit ausgingen und die selbst wieder 
viele Heiligen erzeugten. Man braucht ja nur einen 
heiligen Benedict, einen heiligen Dominikus, einen 
heiligen Franziscus von Assisi, einen heiligen Vincentius 
von Paula, einen heiligen Franz von Sales, einen 
heiligen Ignatius und einen heiligen Alphonsus zu 
nennen. Man denke an die vielen, vielen heiligen 
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P. Matthias. Der christl. Mann. 
Digitalisierungsvorlage 
 
Max Planck Institute for Hluman Developme
	        
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