Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Der christliche Mann in seinem Glauben und Leben

nicht aus dem sechzehnten Jahrhundert, sondern zählt
jetzt schon bald neunzehn Jahrhunderte. Sie bildet
nicht bloß eine kleine Schule von hundert Männern,
sondern ihre Mitgliederzahl beträgt über zweihundert
Millionen, unter denen sich viele Männer befinden, die
sich den tiefsten Forschungen hingegeben und den
reichsten Schatz von Kenntnissen sich gesammelt. Sie
zählt zu ihren Anhängern Völker von den verschiedensten
Sprachen, Gebräuchen und Sitten, Völker, die sich in
politischen Dingen oft widersprochen und die blutigsten
Kriege mit einander geführt haben. Und doch überall
und zu allen Zeiten diese großartige Einheit im
Glauben und in der Lehre!

Steigen wir im Geiste in die Katakomben, in diese
unterirdischen Grabstätten und Gänge, in welche die
Kirche in den ersten drei Jahrhunderten vor der Wuth
der Tyrannen sich flüchten mußte, so finden wir dort
in unverkennbaren Zeichen, in Symbolen und Bildern
oder gar in ausdrücklichen Worten jene großen christ-
lichen Wahrheiten ausgesprochen, die uns heute noch
von der Kanzel vorgetragen werden. Und gehen wir
in die Schule zu den großen christlichen Meistern, den
erhabenen Kirchenlehrern der frühern Jahrhunderte und
forschen wir in ihren Schriften, so können wir uns
überzeugen, daß damals die katholische Kirche dieselben
Lehren verkündete und dieselben Sakramente spendete
wie heute. Diese Entdeckung hat ja schon manche
Andersgläubige, besonders in England aus der Schule
der Puseyten, in den Schooß der katholischen Kirche

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