Metadaten : Gren, Friedrich Albrecht Carl: Grundriß der Chemie

XI.  Abschnit.
244
§.  1489.
Um  wenig  Silber  von  vielem  Kupfer  abzusondern,
bedient  man  sich  im  Großen  des  Seigerns,  einer  Operation, ¬
  die  sich  darauf  gründet,  daß  das  Silber  zum
Bley  eine  nähere  Verwandtschaft  hat,  als  zum  Kupfer,
und  mit  demselben  schon  in  einer  Hitze  schmelzt,  in  welcher ¬
  das  Kupfer  noch  fest  bleibt.  Man  schmelzt  also  zuerst =
  das  silberhaltige  Schwarzkupfer  mit  etwa  21  Theilen =
  Bley  zusammen,  und  läßt  es  in  Formen  ab,  um  ihm
die  Gestalt  dicker  runder  Kuchen  (Seigerstücke)  zu  geben, ¬
  in  denen  man  nachher  bey  einer  mäßigen  Hitze  im
Seigerofen  das  Bley  zum  Fluß  bringt,  das  nun  mit
dem  Silber  herausseigert.  Die  zurückbleibenden  Kupferstücke ¬
  (Rienstöcke)  werden  nachher  im  Darrofen
in  eine  stärkere  Hitze  gebracht,  um  das  noch  dabey  befindliche ¬
  silberhaltige  Bley  vollends  so  viel  als  möglich  zu
trennen,  worauf  dann  das  ausgeseigerte  Darrkupfer
zu  Gahrkupfer  geschmolzen  wird.  Das  Werkbley  wird
nachher  abgetrieben,  und  so  das  Silber  gewonnen.
).  1490.
Zur  Scheidung  des  Kupfers  vom  Silber  auf  nassem ¬
  Wege  gehört  das  Weißsieden,  wobey  man  das
vorher  geglühete  verarbeitete  Silber  in  einer  lauge  aus
Weinstein  und  Kochsalz  kocht,  dadurch  das  Kupfer  auf
der  Oberfläche  wegnimmt,  und  so  dem  Silber  obenauf
ein  besseres  Ansehen  giebt.
1491.
Das  Kupfer  ist  dem  Sauerstoffe  weit  näher  verwandt, ¬
  als  das  Silber;  und  das  regulinische  Kupfer
schlägt
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer