XI. Abschnit.
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§. 1489.
Um wenig Silber von vielem Kupfer abzusondern,
bedient man sich im Großen des Seigerns, einer Operation, ¬
die sich darauf gründet, daß das Silber zum
Bley eine nähere Verwandtschaft hat, als zum Kupfer,
und mit demselben schon in einer Hitze schmelzt, in welcher ¬
das Kupfer noch fest bleibt. Man schmelzt also zuerst =
das silberhaltige Schwarzkupfer mit etwa 21 Theilen =
Bley zusammen, und läßt es in Formen ab, um ihm
die Gestalt dicker runder Kuchen (Seigerstücke) zu geben, ¬
in denen man nachher bey einer mäßigen Hitze im
Seigerofen das Bley zum Fluß bringt, das nun mit
dem Silber herausseigert. Die zurückbleibenden Kupferstücke ¬
(Rienstöcke) werden nachher im Darrofen
in eine stärkere Hitze gebracht, um das noch dabey befindliche ¬
silberhaltige Bley vollends so viel als möglich zu
trennen, worauf dann das ausgeseigerte Darrkupfer
zu Gahrkupfer geschmolzen wird. Das Werkbley wird
nachher abgetrieben, und so das Silber gewonnen.
). 1490.
Zur Scheidung des Kupfers vom Silber auf nassem ¬
Wege gehört das Weißsieden, wobey man das
vorher geglühete verarbeitete Silber in einer lauge aus
Weinstein und Kochsalz kocht, dadurch das Kupfer auf
der Oberfläche wegnimmt, und so dem Silber obenauf
ein besseres Ansehen giebt.
1491.
Das Kupfer ist dem Sauerstoffe weit näher verwandt, ¬
als das Silber; und das regulinische Kupfer
schlägt