Inhaltsverzeichnis : Berthollet, Claude-Louis: Über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie

§  1t.  Erklärungen.
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11.  Wenn  es  richtig  ist,  was  in  der  That  die
Versuche  völlig  zu  bestätigen  scheinen,  dass  der  tropfbare ¬
  Aggregatzustand  der  Körper  bloss  die  Folge
von  einem  Druck,  sowohl  ihres  eigenen  Gewichts
als  der  Atmosphäre  sey,  so  kommt  die  Cohaesionskraft ¬
  im  strengsten  Sinne  bloss  den  festen  Körpern
zu.  Demohngeachtet  darf  man  auch  tropfbaren  Flüssigkeiten ¬
  Cohaesionskraft  zuschreiben,  «  da  in  der
That  die  Theile  derselben  mit  einer  bestimmten
Kraft  an  einander  haften,  obgleich  diese  Wirkung
(nach  der  gedachten  Vorstellungsart),  nicht  Folge
einer  innern  Anziehung,  sondern  eines  äufseren
Drucks  seyn  würde,  welches  aber  in  der  That  in
den  Erscheinungen  nichts  ändert,  da  sich  jeder  Druck
durch  eine  tropfbare  Masse  gleichförmig  fortpllanzt.
12.  Elasticität  kommt  in  dem  hier  erklärten  Sinn
hauptsächlich  nur  den  luftförmigen  Flüssigkeiten  zu,
(wozu  ich  auch  diejenigen  rechne,  welche  durch
blosse  Abkühlung  tropfbar  werden).  Bei  ihnen  kann
daher  im  eigentlichsten  Sinn  des  Wortes  von  keiner
Cohaesionskraft  die  Rede  seyn.  Da  sich  indessen
die  atmosphärische  Luft,  und  alle  in  ihr  aufgelöste
Stoffe,  so  wie  jede  gesperrte  Masse  einer  Luftart,
durch  äufsern  Druck  in  einem  Zustand  des  Gleichgewichts ¬
  befindet,  so  können  ihre  Theile  nicht  ohne
Anwendung  einer-Kraft  von  bestimmter  Grösse  getrennt ¬
  werden.  Man  kann  daher,  unter  diesen  Umständen, ¬
  auch  selbst  den  elastischen  Flüssigkeiten,  in
ähnlichem  Sinn,  als  den  tropfbaren,  eine  Cohaesionskraft ¬
  beilegen.  Bei  chemischen  Arbeiten  wirkt  daher ¬
  die  Elasticität,  als  solche,  nur  alsdann,  wenn
ein
            
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