Abth. III. T. IV. K. VI. Rechte des Vasallen. 581
feudale absolutum, als sich der Gläubiger mit der hypothecarischen =
Klage an das Lehen halten kann. Gilt
ber der Grundsatz, daß bei unzureichendem Allodium
jeder Lehensfolger für die Schulden des vorigen Besitzers
haftet ), so wird sogar jede Allodialschuld g) ein debitum ¬
feudale subsidiarium. 6. Bei nicht frei veräußerlichen ¬
Lehen begründen die allgemeinen Regeln von den
Würkungen einer Verwendung in das Vermögen eines
Dritten (versio in rem) h), nach Beschaffenheit jener
selbst verschiedene Arten von Lehenschulden und Lehenslasten. ¬
Verbesserungen der Substanz (nicht deren
bloße Erhaltung) verpflichten jeden Lehensfolger unbedingt
zum=Ersatz ihres Werths i); jenen aber ist der Abtrag
eines debiti feudalis necessarii absoluti k), der Aufwand
f) C. A. H. Wolff de obligatione domini
et agnati ad solvenda ¬
ex feudo debita, inprimis sec. jus Meklenburg.
Buetz. 1787.
5) Doch giebt es auch hier Ausnahmen. S. Brückner (§. 250.
Note g.). §. 4. S. 16.
h) L. 3. §. 2. D. de in rem verso (15, 3.). L. 7. §. 1. C. quod
cum eo qui in aliena potest. (4, 26.). II. F. 28. §. 2. G.
Schweder de meliorationibus feudi (Diss. Vol. 1. nro. 4.).
G. A. Jenichen de meliorationibus feudalibus (Thesaur.
Tom. 5. nro. 17.).
II. F. 28. §. 2. Pufendorf Obs. j. u. Tom. 5. Obs. 143.
Vergl. unten im fünften Buche die Lehre von der Trennung des
Lehens vom Erbe.
Hellfeld de herede allodiali (§. 231. Note a.). B. Bremer -
num debita feudalia a vasallo soluta heres allodii a
successore in feudo repetere queat. Gott. 1741. 4. D.
Nettelbladt de refusione debitorum feudalium solutorum. ¬
Hal. 1770. 4. F. Behmer nov. jus controv. Obs.