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auf die Verlängerung des Lebens Einfluß habenden
Karakter, scheint Ihm, bey gehöriger Mäßigkeit ein
noch weit hinausgehendes Lebensziel zu versichern und
den Zeitpunct noch lange zu entfernen, der seinem Nachfolger, -
eine der allerschaͤtzbarsten Erbschaften eroͤfnen
wuͤrde. Schon uͤber funfzig Jahre regieret Er die Unterpfalz, -
und das Herzogthum Sulzbach noch länger. -
Er hat das seltene Gluͤck, jetzt der aͤlteste regierende
Fürst in ganz Europa zu seyn — der Markgraf von
Baden und der Herzog von Wuͤrtenberg sind zwar eigentlich -
länger an der Regierung, allein man muß die Periode
Ihres Regentenlebens, erst von Ihrer erreichten Majorennität -
anrechnen — Die Staaten des Kurfuͤrsten gewähren -
Ihm ein solches Ansehen, daß die Rolle, die Er
spielen könnte, die größte seyn würde. Bayern,
verbunden mit der 1623 dem ersten Kurfuͤrsten der juͤngern
Linie des uralten Wittelsbachischen Hauses übertragenen -
Oberpfalz, hat das Unglück gehabt, lan¬— -
sehr lange — fast völlig vernachlässiget zu werge -
den. Seine Regenten waren zum Theil Mäͤnner von
Einsichten, faͤhig zu großen Thaten, zum Theil hatten
Sie, bey minder prangenden Eigenschaften, den besten -
Willen, Ihr Volk glücklich zu machen. Aber leider -
waren die Auswüchse des Bigottismus und die damit -
immer und immer vergesellschafteten Hindernisse der
Aufklärung und des erheiternden Wohlstandes, die fatale -
Ursach die so manches Gute erstickte und jede Regierung -
mit Inkonsequentien auszeichnete, mit solchen
Vorfällen anfüllte, welehe die Wohlfarth des Landes
wahrlich nicht beförderten. Daher blieb es es in tiefem -
Schlummer versunken, zu einer Zeit, in welcher
fast alle Staaten sich empor hoben. Ein Blick auf die
Männer, die Bayern seit zweyhundert Jahren beherrschet -
haben, wird uns hievon Ueberzeugung verschaffen. -
Albert der Fünfte, der durch Seine Vermählung -
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