Metadaten : Ausführliches Handbuch über den Code Napoleon (3)

Von  der  Chescheidung.
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eine  noch  traurigere  Erfahrung  kann  ihn  belehren,  daß
er  getäuscht  worden  sey,  daß  wahre  Liebe  nicht  in  dem
Herzen  seines  Gatten  wohne,  oder  wohnen  könne,  daß
ihm  das  Gelübde  gebrochen  sey,  um  dessen  willen  er
das  seinige  gab.  (
In  beyden  Fällen  belehrt  ihn  die  Erfahrung,  daß
es  an  der  wesentlichen  Voraussetzung  für  die  Ehe  fehle,
dennoch  aber  ist  in  dem  einen  Falle  sein  Verhältniß  ein
ganz  anderes,  als  in  dem  anderen.  In  dem  ersteren
Falle  hat  er  sich  selbst  und  dadurch  den  andern  Gatten
getäuscht.  Auf  diese  Täuschung  erhielt  er  das  Opfer
des  Lebens  seines  Gatten.  Der  moralische  Mensch  kann
dieses  Opfer  nicht  erhalten  haben  wollen,  ohne  von  seiner
Seite  dasjenige  zu  gewähren,  wodurch  es  allein  möglich
wird,  daß  sein  Gatte  sich  in  dem  Opfer,  welches  er  ihm
brachte,  nicht  selbst  als  erniedrigt  erscheine,  und  da  er
dieses  nicht  mehr  aus  Liebe  gewähren  kann,  so  wird  er
es  aus  Freyheit  gewähren,
er  wird  aus  Freyheit  sein
aus  Liebe  verbänden.  Beyde
(2)  Freylich  ist  es  möglich
können  sie  daher  nur  nach  diedaß =
  Einzelne,  den  Namen  der|
ser  Voraussetzung  behandeln
Ehe  misbrauchend,  sich  gleich
und  sie  mögen  es  sich  selbst  zuAnfangs =
  ohne  Liebe  verbinden.
schreiben,  wenn  man  sie  mit
Solche  Leute  können  indessen
einer  nachherigen  Erklärung,
keine  besondere  Rücksicht  for  |
dern,  denn  sie  musten  doch  auf
daß  sie  die  Kirche  und  den
jeden  Fall  der  Kirche  und  dem
Staat  getäuscht  hätten,  nicht
hört.
Staate  erklären,  daß  sie  sich
            
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