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Recht eines Dritten erlischt, 936. (Zu Abs. 2 siehe 932 ff: oben
sub 1, unter „Kennen).“ Auch diese Norm wird entsprechend
angewandt: auf die Niessbrauchsbestellung 1032, Veräusserung einer
Sache als Pfand 1244; dazu („Rechtmässigkeit der Veräusserung)“ ¬
vgl. 1242,2
4.) Das deutsche Publizitätsprinzip, das im Grundbuchverkehr ¬
den einmal Eingetragenen als den Berechtigten erscheinen
lässt, selbst wenn die Eintragung zu Unrecht erfolgt ist, bewirkt.
dass man sich auf die Rechtslage, wie sie durch die öffentliche
Beurkundung des Grundbuches thatsächlich in die Erscheinung
tritt, verlassen darf*). Dafür ist naturgemäss Voraussetzung, dass
einem die Unrichtigkeit der Eintragung weder bekannt, noch aus
der Eintragung eines Widerspruchs ersichtlich ist, § 899 2). Die massgebende ¬
Zeit ist hier die der Eintragung gemäss § 8
33). — Der
böse Glaube muss, entsprechend der Fassung des § 892, dem Erwerber ¬
nachgewiesen werden. (Vgl. G.B.O. §§ 22). Dem Kennen
ist hier das Kennenmüssen nicht gleichgestellt*). Insofern aber
besteht dieselbe Wirkung, als der öffentliche Glaube gegen Veräusserungsverbote ¬
im öffentlichen Interesse (§ 134) nicht wirkt5
Wenn § 892 sagt: Zu Gunsten der gutgläubigen Erwerber.
zilt der Inhalt des Grundbuches als richtig,“ so ist dies eine
Fiktion (verschieden von der Vermutung des § 891), mit einer positiven ¬
Funktion für die Wahrheit des Eingetragenen und einer
negativen für den Nichtbestand des Nicht-Eingetragenen 5). Wer
*) Zur Entwicklungsgeschichte: Stobbe-Lchmann II, 1 §§ 105 f. Zuerst
klar: A.L.R. 1, 10 §§ 7 f. — Dernburg, Preuss. Priv.-R. I §§ 191 f. (auch
S. 439). — M III 212. 221 f. Pr. II Bd. II 81 (auch Stobbe-Lehmann II.
S. 394. Kuhlenbeck II 492. Aber § 1028. Dernburg, Bürg. R. III 134.
R.G.E. XI 275.
*) Vgl. A.L.R. I, 10 §§ 10. 24, dagegen I, 20 § 410. Pr. II Bd. II 85.
Matthiass II 27.
3) Pr. II Bd. II 81. D. 125 f. — Anwendung in § 1138. — FörsterEccius -
I 133.
*) Fischer-Heule N. 6 zu 892. Kuhlenbeck II 497. Anders die preuss,
Praxis: R.G.E. XXXIV 232. Dernburg, Bürg. R. III 137.
5) M. II 216. I 214. Kenntnis einer Verfügungsbeschränkung zu
Gunsten Einzelner: § 135. K.O. §§ 7. 113. C.P.O. § 265. Vgl. B.G.B
2113. 2211. — Meisner, Komm. III 56.
6) Dazu Cosack II 37.