III. Theil.
Beschreibung von Venedig.
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neralproveditor Anton Loredano, trafen die vorsichtig.
sten Anstalten; mit jedem neuen Succurs aus der Hauptstadt -
ward der Muth der Besatzung aufs neue belebt, die
Posten konnten immer mit frischem Volke abgelöfst werden, -
und die Artillerie that ausserordentliche Wirkung.
Demungeachtet zeigten sich die Feinde eines Morgens in
den Gärten und dem beim Monte Abramo liegenden Hospital -
verschanzt, um zu gleicher Zeit das Ravelin in der
neuen Festung und das Thor Rimonda anzugreifen. Unbekümmert -
um die Belagerungskünste hoften sie durch
unmässige Aufopferung ihrer Soldaten jedes Hinderniss zu
überwinden, verdoppelten mit Ungestüm ihre Angriffe
auf die Aussenwerke, und versuchten auf jede Kosten
über die Pallisaden zu kommen Allein Schulemburg liess
grosse mit starken eisernen Stacheln bewafnete Bretter legen, -
und sie mit Sande zudecken, die ihnen jeden Schritt
tödtlich machten, und sie gleichsam an die Erde angenagelt -
dem unaufhörlichen Musketen- und Kanonenfeuer
von der Festung aussetzten. Der um den Verlust seiner
Leute unbekümmerte Seraskier griff aufs neue mit stärke
rer Macht die Pallisaden und das Ravelin an, wurde aber
aufs neue zurück geschlagen.
Indessen fürchteten doch die Kommendanten, der
Feind möchte bei seinen unaufhörlichen Angriffen in einem -
Sturm durch Verzweiflung, panischen Schrecken oder
irgend einen andern unversehenen Zufall über einen wichtigen -
Posten Meister werden; sie beschlossen daher, einen
lebhaften Ausfall zu wagen, um ihn so weit als möglich
von dem Platze zu entfernen. Man beorderte daher ver
schiedene Eskadrons von Nationaltruppen durch Deutsche
unterstützt, welche durch das Haupt- und Rimondathor
einen Ausfall thaten, indess die Galeeren zwo bequeme
Stellungen annahmen, um mit der Artillerie der Vorposten -
das feindliche Lager tüchtig beschielsen zu können.