lax planck institute
— 100' -Daher -
geschah's, daß er, sooft er auch versuchte, den
steilen Berg hinaufzukommen, doch jedesmal mit
seinem schweren Reisesack ins Thal zurücke fiel. Das
war aber eine gar klägliche Rolle, die der junge
Wanderer spielte, und erregte das Mitleid derer, die
ihm und seinem Thun aus der Stadt des Glückes zuschauten. -
Deshalb gaben sie ihm gute Lehre, wie er's
machen müsse, um zum Ziel zu kommen:
O Freund! rief einer von den Höhen,
Der Weg zu uns ist nicht so leicht zu gehen,
Der Berg ist steil und mühsam jeder Schritt,
Und du nimmst dir noch solche Bürde mit?
Vergiß das Obst, das du zu dir genommen,
Sonst wirst du nicht auf diesen Gipfel kommen.
darum
Doch die Früchte schmecken ihm zu süß;
seinen
war der Zuruf ganz umsonst; er schleppt immer
Reisesack auf dem steilen Wege mit und kommt nicht
von der Stelle:
Er sieht bald in das Thal und bald den Berg hinan,
Hier trifft er Schwierigkeit und dort Vergnügen an.
Er sinnt: ja, ja, er will sich's überlegen.
Steig', sagt ihm sein Verstand, bemüh' dich um dein Glück!
Nein, sprach sein Herz, kehr' in das Thal zurück,
Du steigst sonst über dein Vermögen.
Ruh' etwas aus und iß dich satt,
Und warte, bis dein Fuß die rechten Kräfte hat.
Was aber da das Herz ihm riet, sagt ihm viel
besser zu, als die Mühe, die der Verstand ihm anempfohlen: -
wozu denn auch die Eile? im Thale ist es
ja so schön, auch wird es schon noch eine Stunde geben,
um den kurzen, wenn auch steilen Weg zum Glücke
vollends abzugehen. Daher bleibt er im Thale — im
Genuß der süßen Früchte liegen und schiebt die Weiterreise -
immer weiter hinaus, bis er, dem Glücke so nah,
doch niemals zu ihm kam:
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