Inhaltsverzeichnis : Hammer, Philipp: ¬Der christliche Vater in seinem Berufe

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—  100'  -Daher -
  geschah's,  daß  er,  sooft  er  auch  versuchte,  den
steilen  Berg  hinaufzukommen,  doch  jedesmal  mit
seinem  schweren  Reisesack  ins  Thal  zurücke  fiel.  Das
war  aber  eine  gar  klägliche  Rolle,  die  der  junge
Wanderer  spielte,  und  erregte  das  Mitleid  derer,  die
ihm  und  seinem  Thun  aus  der  Stadt  des  Glückes  zuschauten. -
  Deshalb  gaben  sie  ihm  gute  Lehre,  wie  er's
machen  müsse,  um  zum  Ziel  zu  kommen:
O  Freund!  rief  einer  von  den  Höhen,
Der  Weg  zu  uns  ist  nicht  so  leicht  zu  gehen,
Der  Berg  ist  steil  und  mühsam  jeder  Schritt,
Und  du  nimmst  dir  noch  solche  Bürde  mit?
Vergiß  das  Obst,  das  du  zu  dir  genommen,
Sonst  wirst  du  nicht  auf  diesen  Gipfel  kommen.
darum
Doch  die  Früchte  schmecken  ihm  zu  süß;
seinen
war  der  Zuruf  ganz  umsonst;  er  schleppt  immer
Reisesack  auf  dem  steilen  Wege  mit  und  kommt  nicht
von  der  Stelle:
Er  sieht  bald  in  das  Thal  und  bald  den  Berg  hinan,
Hier  trifft  er  Schwierigkeit  und  dort  Vergnügen  an.
Er  sinnt:  ja,  ja,  er  will  sich's  überlegen.
Steig',  sagt  ihm  sein  Verstand,  bemüh'  dich  um  dein  Glück!
Nein,  sprach  sein  Herz,  kehr'  in  das  Thal  zurück,
Du  steigst  sonst  über  dein  Vermögen.
Ruh'  etwas  aus  und  iß  dich  satt,
Und  warte,  bis  dein  Fuß  die  rechten  Kräfte  hat.
Was  aber  da  das  Herz  ihm  riet,  sagt  ihm  viel
besser  zu,  als  die  Mühe,  die  der  Verstand  ihm  anempfohlen: -
  wozu  denn  auch  die  Eile?  im  Thale  ist  es
ja  so  schön,  auch  wird  es  schon  noch  eine  Stunde  geben,
um  den  kurzen,  wenn  auch  steilen  Weg  zum  Glücke
vollends  abzugehen.  Daher  bleibt  er  im  Thale  —  im
Genuß  der  süßen  Früchte  liegen  und  schiebt  die  Weiterreise -
  immer  weiter  hinaus,  bis  er,  dem  Glücke  so  nah,
doch  niemals  zu  ihm  kam:
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