Metadaten : Beyträge zur juristischen Biographie, oder genauere litterärische und critische Nachrichten von dem Leben und den Schriften verstorbener Rechtsgelehrten auch Staatsmänner, welche sich in Europa berühmt gemacht haben (Bd. 1, St. 2 (1774))

Johann  Friedrich  Hombergk.
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stentheils  dem  Lesen  theologischer  Buͤcher,  und  stellte  darüber -
  erbauliche  Betrachtungen  an.
Seines  Schwiegervaters  habe  ich  kurz  vorher  schon
gedacht.  Mit  dessen  Tochter,  Annen  Catharinen,  verheyrathete -
  er  sich  1708.  im  October,  und  zeugte  neun
Kinder,  von  welchen  ihn  jedoch  nur  zweene  Soͤhne  und
eine  Tochter  uͤberlebt  haben.  Der  aͤlteste  Herr  Sohn,
Wilhelm  Friedrich,  war  damahls,  als  der  Vater
verstarb,  Regierungs=Hof=  und  Consistorialrath  zu
Hanau.  Jm  Jahre  1757.  trat  er,  an  Everh.  Otto
Stelle,  als  erster  Syndicus  in  die  Dienste  der  Kayserlichen -
  freyen  Reichsstadt  Bremen,  wurde  aber  von  da
nach  Hanau  zurückberufen,  um  die  Wuͤrde  eines  Vicecanzlers -
  bey  dasiger  Regierung  zu  uͤbernehmen.  Nun
hat  ihn  der  Durchlauchtigste  Erbprinz  von  Hessencassel,
der  regierende  Herr  dieser  Grafschaft,  zum  wurklichen
geheimen  Rathe  und  Canzler  erhoben.  Der  juͤngste
Sohn  hingegen,  Herr  Aemilius  Ludewig,  ist  seit
1743.  ein  ansehnlicher  Rechtslehrer,  und  nunmehr,
nach  Estors  Tode,  Vicecanzler,  mit  dem  Titel  und
Range  eines  Landgräͤflichen  geheimen  Regierungsraths,
auf  der  Universität  seiner  Geburtsstadt.  Er  hat  durch
viele  wohlgerathene  Schriften  den  Ruhm  des  Hombergkischen -
  Geschlechts  noch  mehr  ausgebreitet.  Von
seinem  Leben  handelt  Herr  Weidlich  in  den  Nachrichten -
  von  jetztlebenden  Rechtsgelehrten,  Th.  IV.  S.  226.
Die  Tochter  aber,  Maria  Margaretha  Alette,  wurde -
  1742.  mit  dem  Hessencasselischen  Regierungsrathe
und  geheimen  Secretair,  Herrn  Levin  Hein,  ehelich
verbunden.
Johann  Friedrich  Hombergk  unterscheidet  sich
ungemein  von  der  grossen  Schaar  seiner  Facultät.
Er  war  auch  in  solchen  Gegenden  wohl  bekannt,  in
Y  5
wele -

Staatsbibliothek
Max-Planck-Institut  für
zu  Berlin
            
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