Object : ¬Die Land-Kultur-Gesetzgebung Preußens (Bd. 2, H. 2)

Erläuterungen  zu  Abschn.  II.  Abth.  2.  Einleitung.
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Königreiche  Westphalen  vereinigt,  verblieb  bis  zu  dessen  Auflösung  bei  demselben  und  fiel  1815.  an  Preußen.  (Ges.
Samml.  S.  193.)
Vergl.  Starke  Beitr.  II.  2.  S.  211.
Im  Regierungsbezirke  Merseburg
Der  Saalkreis,  früherhin  brandenburgisch  (seit  1680.);  und
k.  die  Grafschaft  Mansfeld  altbrandenburgischen  Antheils  (seit  1680.)  —  (Starke  Beitr.  II.  2.  S.  243.)
fielen  1807.  an  das  Königreich  Westphalen  und  zu  Ende  1813.  an  Preußen  zurück.
Ein  Theil  der  Sächsischen  Grafschaft  Mansfeld  wurde  durch  den  Vertrag  vom  19.  März  1808.  von
Sachsen  an  das  Königreich  Westphalen  abgetreten;  nämlich
aa,  die  Stadt  Eisleben,  nebst  dem  dortigen  Ober=  und  Unteramte,  die  Stadt  Hettstädt,  die  Amter  Wimmelburg
Arnstein,  Walbek,  Quenstädt,  Meisberg,  Ober=Wiederstädt,  Rammelburg,  Biesenrode,  Neuhaus,  Leinungen  und
Morungen.
Ein  anderer  Theil  der  Sächsischen  Grafschaft  Mannsfeld,  die  Stadt  und  das  Amt  Artern,  nebst  Voigtstedt
und  Bornstedt,  verblieb  bei  Sachsen  und  kann  daher  zu  den  vormals  Königlich  Westphälischen  Landestheilen
nicht  gezählt  werden.
Das  Sächsische  Mansfeld  ist  laut  Friedensvertrag  zwischen  Sachsen  und  Preußen  vom  18.  Mai  1815.
und  Patents  vom  22.  Mai  1815.  (Ges.  Samml.  S.  53.  77.)  von  Preußen  in  Besitz  genommen.
Auf  die  unter
aa.  angegebenen  Landestheile,  welche  bei  Auflösung  der  Fremdherrschaft  zum  Königreiche  Westphalen  gehörten,  nicht
aber  auf  die  zu  bb.  gedachten  Landestheile  findet  das  Gesetz  vom  21.  April  1825.  A.  Anwendung.
Vergl.  Pinder  Sächsisches  Provinzialrecht,  Th.  II.  S.  512.  ff.
Im  Regierungsbezirke  Erfurt:
m.  Das  Fürstenthum  Eichsfeld  und  die  ehemaligen  Reichsstädte  Mühlhausen  und  Nordhausen  nebst  Gebiet
durch  den  Reichsdeputations=Hauptschluß  vom  25.  Februar  1803.  an  Preußen  gefallen;  seit  1807.  bis  1813.
Westphälisch  gewesen;  —  Starke  Beitr.  II.  2.  S.  209.  —  und
n.  die  Grafschaft  Hohnstein,  früher  (seit  1648.)  Brandenburgisch,  seit  1807.  bis  1813.  Westphälisch  gewesen,
und  seitdem  an  Preußen  zurückgefallen.
0.  Die  Ganerbschaft  (das  Amt)  Treffurt  und  die  Vogtei  Dorla,  früher  eine  Dependenz  des  Eichsfeldes,
unter  kursächsischer  und  brandenburgischer  Landeshoheit,  seit  1807.  bis  Ende  1813.  dem  Königreiche  Westphalen
einverleibt,  ist  zufolge  der  Wiener  Kongreßakte  mit  dem  Preußischen  Staate  1815.  vereinigt  worden.
Vergl.  Starke  Beitr.  Th.  II.  Abth.  2.  S.  210.  —  Verord.  vom  25.  Mai  1818.  (Ges.  Samml.  S.  45.  §.  1.)
Die  vormals  Hannöverschen  Ortschaften  Gänseteich,  im  jetzigen  Kreise  Heiligenstadt,  und  Rüdigershagen,
im  Kreise  Worbis,  von  1807.  bis  1813.  mit  dem  Königreiche  Westphalen  vereinigt,  hiernächst  an  Hannover  zurückgefallen ¬
  und  an  Preußen  1815.  abgetreten.
Siehe  oben  b.  und  Starke  Beitr.  II.  2.  S.  211.
B.  In  der  Provinz  Westphalen,  im  Regierungsbezirke  Minden.
g.  Das  vormals  Hannöverische  Amt  Rekeberg,  von  1807.  bis  Ende  1813.  zum  Königreiche  Westphalen  gezogen, ¬
  dann  an  Hannover  zurückgefallen  und  1815.  an  Preußen  abgetreten.  Es  gehört  jetzt  zum  Kreise  Wiedenbrück.
Siehe  oben  b.  und  Starke  Beitr.  II.  2.  S.  375.
r.  Das  Fürstenthum,  ehemalige  Hochstift  Paderborn,  durch  den  Reichsdeputations-Hauptschluß  vom  25.  Februar ¬
  1803.  an  Preußen  gediehen,  war  im  Jahre  1807.  zum  Königreiche  Westphalen  gelegt  worden  und  blieb
dabei  bis  Ende  1813.
Starke  Beitr.  II.  2.  S.  366.
S.  Das  Fürstenthum  Corvey,  früherhin  reichsunmittelbare  Abtei,  durch  den  Reichsdeputations-Hauptschluß
vom  25.  Februar  1803.  an  Nassau=Oranien  übergegangen,  mit  dem  Ausgange  des  Jahres  1807.  dem  Königreiche
Westphalen  einverleibt,  bei  Auflösung  desselben  zu  Ende  des  Jahres  1813.  unter  eine  Gouvernements-Verwaltung
gestellt,  zufolge  der  Wiener  Kongreßakte  an  Preußen  überwiesen  und  laut  Patents  vom  21.  Juni  1815.  (Ges.  Samml.
S.  195.)  in  Besitz  genommen,  nachdem  in  dem  Staatsvertrage  vom  31.  Mai  1815.  (Ges.  Samml.  1818.  Anh.
S.  22.  Art.  5.)  von  Nassau=Oranien  darauf  Verzicht  geleistet  war.  Wenngleich  dieser  Landestheil  nicht  unmittelbar
            
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