lich erkaunt ist, zum Phosphorblei - Spath gehöre;
denn es hat denselben Glanz, dieselben Farben, die Härte 4
und das Gewicht 7,1 bis 7/8. Indessen erlauben weder die
nadel- und haarförmigen Krystalle, noch weniger die traubigen ¬
und nierenförmigen Gestalten das Krystallisazions-System ¬
zu erkennen. — Phosphorsäure dürfte aber doch wohl
jeder Zeit mit darin enthalten seyn.
Nach Hr. del Rio *) soll das sog. Braunbleierz kein
phosphorsaures sondern ein basisches chromsaures gelbes
Bleioxyd seyn, und Hr. Descotils giebt sodann den
Bestand an, wie folgt.
Gelbes Bleioxyd 80,72
Chromsäure 14/80
Arsenik, Eisenoxyd und Salzsäure 4/48
100.
Diese Angabe betrifft das sog. Braunbleierz von Zimapan in
Mexico, welches ich nicht kenne. Dass aber das Braunbleierz ¬
von Schemnitz und das aus Basse-Bretagne wirklich zur
Species des Phosphorblei-Spath’s gehöre, davon halte ich
mich vollkommen überzeugt.
So eben finde ich in Gilbert’s Annalen d. Physik 1822,
St. 9, S. 108, dass Hr. Berzelius das braune Bleierz von
Zimapan in Mexico untersucht und allerdings darin Chromsäure ¬
gefunden hiat; allein in verschiedenen Mengen. Es
soll, diesem nach, für ein mit chromsaurem gemischtes arseniksaures ¬
Bleioxyd genommen werden können, dessen Chromgehalt ¬
jedoch immer sehr gering zu seyn scheint. — Sollten ¬
sich vielleicht in dem Phosphorblei-Spathe Phosphoräure, ¬
Arseniksäure und Chromsäure theilweise einander vikariren? ¬
33. -
Scheelhlei - Spath.
Von Farbe ist der Scheelblei - Spatli grün u. braun
wie der Phosphorblei-Spath, weshalb auch jener früherhin
mit übersehen worden seyn mag. Er findet sich auf einem
Zinngange 2) im Granit im Böhmischen Antheile des Zinnwalds, ¬
und sitzt gewöhnlich auf Quarz, Glimmer, Zinnerz
etc. auf. Die Krystalle, Pyramiden und Prismen, sind selten ¬
deutlich; häufig sind erstere wie zusa;umengeflossen, und
bilden dann kleine zapfen - und kegelförmige Gestalten, welche ¬
verschiedenartig unbestimmt zusammengehäuft sind.
Zu gleicher Zeit als ich auf diese neue Species aufmerksam ¬
wurde, nahmen Hr. Stolz (zu Töplitz) und Hr. Lampadius ¬
chemische Untersuchungen damit vor, und fanden,
1) Gilbert's: Annalen der Physik. Jahrg. 1823, H. 5. S. 7 u. ff.
2) Nach eigenen Beobachtungen muss ich nämlich die bekannten
Zinnerz -Lagerstätte im Greisen - Granit von Zinnwald für Gänge
halten, und nicht für Lager, als wofür sie gewöhnlich gelten.