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43. Buch. 12. Tit. 7.
berechtigte, dem dieses Wasser die Fische tödtet, gegen den
Veranstalter jener nachtheiligen Einwirkung die im Einzelfalle ¬
begründete Klage anstellen kann, also z. B. die negatoria, ¬
die actio legis Aquiliae, die confessoria, das interdictum ¬
Quod vi aut clam, — das bedarf keiner Bemerkung. ¬
Ob aber auch derjenige mit gerichtlicher Klage aufzutreten ¬
vermag, der durch jene Verunreinigung nur in
seinem Antheile am Gemeingebrauche beeinträchtigt wird,
das hängt davon ab, ob und in welchem Umfange man
außer den vom römischen Rechte anerkannten Interdicten
zum Schutze des Gemeingebrauches an flumina publica
weitere Schutzmittel gleicher Art zulassen will.
Unverkennbar macht sich gegenwärtig das Bestreben
geltend, jede im Gemeingebrauche enthaltene Benutzung
eines im römischen Sinne öffentlichen Flusses unter den
Schutz einer jenen Interdicten nachgebildeten Klage zu
stellen.
Windscheid") scheint hierfür ausdrückliche Anhaltspuncte ¬
in zwei Quellenstellen zu erblicken, welche, wie er
meint, „gewiß nur beispielsweise" Interdicte zum Schutze
der Fischerei und des Antreibens von Vieh zur Tränke
gewähren.
L. un. §§. 7 und 9 D. ut in flum. navig. 43, 14:
(Ulp. lib. 68. ad ed.) §. 7: Publicano plane, qui
lacum vel stagnum conduxit, si piscari prohibeatur,
utile interdictum competere Sabinus consentit: et ita
Labeo ergo et si a municipibus conductum habeat,
aequissimum erit ob vectigalis favorem interdicto
eum tueri. §. 9: Idem (sc. Mela) ait tale inter
dictum competere, ne cui vis fiat, quo minus pecus
ad flumen publicum ripamve fluminis publici appellatur. ¬
71) Lehrbuch Bd. II §. 467 N. 9.