Max-Planck-Institut für
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Wir werden hier die Zeitfolge beobachten, welche
sich für die Geschichte des Rechts überall am besten
schickt.
Jm Jahr XI erschienen folgende auf den Code
Napoléon Beziehung habende Gesetze, Kaiserliche
Dekrete rc.
1)
Das Gesetz vom 11ten Germinal, 3ten April
1803, über die Vornamen und Namensveränderungen, -
welches aus 2 Titeln
und 9 Artikeln besteht. —
Jn der Revolutions =zeit -
war es Gebrauch geworden, daß jeder seinen
Vor= und Zunamen nach seiner Phantasie verändern -
konnte, wodurch natürlich große Verwirrung
entstehen mußte. Mit Verwerfung der Familiennamen -
hatte man sich Namen von berühmten
und großen Männern aus der alten Zeit beigelegt. -
Andere hatten wieder Familiennamen als
Vornamen usurpirt. Dazu kamen noch Beinamen, -
welche nöthig wurden, um Personen, die
einen und eben denselben Namen als Zunamen angenommen -
hatten, von einander zu unterscheiden.
Das Gesetz erlaubt nur, die Namen, welche
in den verschiedenen Kalendern gebräuchlich sind,
und die bekannter Personen der alten Geschichte
als Vornamen in die Register des Civilstandes
aufzunehmen, und verbietet den Civilbeamten,
irgend andere in ihren Acten zuzulassen. Ohne
Erlaubniß der Regierung soll niemand mehr seinen -
Namen verändern können. — Bei Ertheilung -
dieser Erlaubniß sollen besondere Formen beobachtet -
werden. rc.
(Die Fortsetzung folgt.)
Vorage
Staatsbibliothek
zu Berlin