12.
Litteratur
12.1.
Institutes de Gaius. 6e édition par Ernest Dubois
Besprochen von Professor Dr. J. Merkel in Rostock
Litteratur.
Institutes de Gaius. 6® Edition (lre Fran^aise) d’apres l’apo-
graphum de Studemund, contenant 1° Au texte, la repro-
duction du manuscrit de Verone sans changement ni
addition 2° Dans les notes, les restitutions et les cor-
rections proposees en Allemagne, en France et ailleurs,
Suivie d’une tadle desle^ons nouvelles: parErnest Dubois,
professeur ä la facult6 de droit de Nancy. Paris (A. Marescq
Ain6) 1881.
Der Verfasser findet es einen Mangel aller bisherigen Textausgaben,
dass sie den Text nicht rein genug, wie die Apographa, sondern unter
Einmengung von Restitutionsversuchen reproduciren. Er will daher,
wie auch der umfangreiche Titel sagt, das Studemund’sche Apographum
getreu wiedergeben und zwar unter Anwendung der gewöhnlichen
Antiqua - Schrift und einfacher typischer Mittel und in der handlichen
Buchform des Klein-Oktav.
Diese Ausgabe hat für das Vaterland des Verfassers die Bedeutung,
dass sie, nach der Angabe desselben, die erste französische Ausgabe ist,
welche sich an die Studemund’sche Lesung anschliesst, während man
bisher dort, seitens der hervorragenden Herausgeber, der zweiten
Göschen’schen Ausgabe (Bluhme’scher Lesung) gefolgt war. Er nennt
sie im Ganzen die sechste nach Studemund, indem er zu den vier uns
geläufigen (Studemund und Krüger, Huschke, Gneist, Polenaar) noch
die 1880 zu Edinburg erschienene des Schotten Muirhead hinzurechnet.
Die Bedeutung, welche die Dubois’sche Edition für die Gaiuslitteratur
im Allgemeinen hat, soll hier kurz erörtert werden. Der zu Grunde
liegende Gedanke ist nicht zu missbilligen: der Schüler wird sich rasch
in die Methode der Textwiedergabe des Verfassers hineinlesen und er
erhält dadurch eine Vorstellung von der Urschrift, wie er sie freilich
von unserer Huschke’schen Ausgabe z. B., mit ihrem überall ausgefüllten
Text, nie erhalten wird; er erhält zugleich eine Vorstellung von den
Schwierigkeiten der Texteskritik, zu deren Lösung ihm ein mit grossem
Fleiss zusammengetragener Apparat in den Noten die thunlichsten An-