26 —
a daß sie ein Brod essen und ein Feuer hielten, so
a sollen sie bei einem Recht bleiben»6
3. «Seyen alle Mann, in der Marck gesessen arm
c und reich, edel und unedel, Mitmärcker, sofern sich
a anders ein jeder der Gepüer und Pilligkeit heldet»7).
4. « Wir wijsen me, das ein iglicher gewerter
eman, der gewert wil sin, der sal han zwene und
a drijßig morgen wesen und eckir, eine hobestad, und
coff die hobstad mag er bauwen hush und schuren
a bachush, gaden und einen wenschopp, obe er iz bea =
darff, und mag sinen hoff befreden uß der marg,
a als er sich druhit dijnne zu behalden» s
Zur Erläuterung dieser Stellen nun Folgendes.
Was die erste und zweite betrifft, so ist in jener ohne
Zweifel direkt, in dieser höchstwahrscheinlich indirekt
(da immer Marknutzungsrechte und Marklasten als unzertrennlich -
mit einander verbunden betrachtet werden9),
der Grundsatz ausgesprochen, jeder, der eignen Haushalt =
habe, aber auch nur er, sey Märker. Ob das Haus
worin er wohnte, sein Eigenthum war oder nicht, machte
keinen Unterschied; das Wort ceigen» nämlich in der
ersten Stelle bedeutet ohne Zweifel nicht eeigenthümlichs,
was auch zu Rauch nicht wohl passen würde, sondern
vielmehr a gesondert, besonder» 10). Auch kam nichts
6) II. 4. S. 216.
7) V. 2r Thl. S. 124.
8) X. 2. S. 144.
9) Altenhaslauer Weisthum in Eranien l. S. 40. 44. 50.