Inhaltsverzeichnis : Garzoni, Tommaso: La piazza universale di tutte le professioni del mondo

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dend,  sondern,  in  oberster  Instanz,  dessen  gerechte
Vertheilung.  Wie  viel  greller  aber  gestaltet  sich  nun  die,
aus  der  illegitimen  Konkurrenz  mit  dem  Privatgewerbe  hergeleitete ¬
  Verurtheilung  der  Aktienausschreitungen,  wenn  nun  noch
der  schädliche  Eindringling  seine  wirthschaftlichen  Aufgaben
sogar  unvortheilhafter  erfüllt,  wenn  die  Schädigung  der
Privaten  mit  der  Schädigung  der  Aktionäre  erkauft,
Ein  Nachtheil  und  Eine  Ungerechtigkeit  summirt
werden!
Näher  in  das  Wesen  der  Konkurrenz  zwischen  Aktiengesellschaft ¬
  und  Privatgewerbe  eingehend,  wollen  wir  zunächst
einen  Zustand  wirthschaftlichen  Gleichgewichts  voraussetzen,
wo  also  z.  B.  ein  Erwerbszweig  theils  vom  Privatgewerbe,  theils
von  soliden  Aktiengesellschaften  betrieben  wird,  wie  solches
etwa  in  Deutschland  vor  1870,  nachdem  die  Aktienkrisis  von
1856  verschmerzt  war,  stattfand.  In  solcher  Lage  kann  Ersteres
die  normale  Konkurrenz  der  Letzteren  schon  eher  bestehen.
Wie  wir  oben  sehen,  arbeitet,  als  Regel,  der  Private  billiger
wie  die  Aktiengesellschaft;  auch  werden  seine  Bemühungen  um
Erlangung  möglichst  vortheilhafter  Preise  und  grössten  Absatzes ¬
  in  der  Regel  intensiver  und  erfolgreicher  sein.  Ebensowenig ¬
  ist  der  Vortheil  grösseren  Betriebsumfanges  so
bedeutend,  als  ihn  die  Oberflächlichkeit  schätzt,  sonst  müssten
ja  auch  die  grossen  Aktiengesellschaften  durchschnittlich  weit
rentabeler  sein,  wie  die  kleinen,  was  doch  erfahrungsmässig
durchaus  nicht  der  Fall  ist.  Hiermit  bricht  auch  die  oft  gehörte ¬
  Behauptung  zusammen,  dass  gerade  in  der  grösseren  Capitalmacht ¬
  der  einzelnen  Aktiengesellschaften  ein  wirthschaftlicher ¬
  Vortheil  gelegen  sei,  alle  Werthe  hierdurch  relativ  billiger
erzeugt  würden.  Fast  jedes  Gewerbe  hat  ein,  durch  die  Natur ¬
  der  Betriebsvorrichtungen,  oder  der  allgemeinen  Konkurrenzverhältnisse -
  vorgeschriebenes  Minimum  des  Umfanges,  in  dem
es  rentabel  betrieben  werden  kann.  Unter  dem  Niveau,  in
welchem  sich  weder  die  vollendetsten  Vorrichtungen  beschaffen,
noch  die  Leistungen  intelligenter  Dirigenten  bezahlen  lassen,
wird  ein  kleines  Geschäft  selten  so  rentabel  sein  wie  ein  grösseres. ¬
  Allein  wenn  der  Umfang  weit  und  immer  weiter  steigt,
werden  die  Differenzen  zwischen  den  Selbstkosten  im  kleinen
            
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