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glanze haben. Diese sind vorzüglich: Zinn, Eisen, Kupfer
und Silber.
Neunzehendes Kapitel.
Von dem Zink.
Das Zink ist ein bläulich weißes Metall, welches sich nicht
pülvern läßt. Der Galmey, oder die Zinkminer, ist eine
Zinkhalbsäure. Das geschwefelte Zink wird Blende genannt. ¬
Der eisenartige Zinkminer ist kohlengesäurtes ¬
Zink. Hundert Theile dieser Miner enthalten: 65 Theile
Zinkhalbsäure, 28 Theile Kohlensäure, einen Theil Eisen,
und sechs Theile Wasser oder Eis.
Das Zink schmilzt leicht und verfliegt ganz. Dabei
säurt es sich. Wird das Gas aufgefangen, so erhält man
eine Zinkhalbsäure, welche die alten Chemisten Zinkblumen ¬
genannt haben. Bei einer nicht so hohen Temperatur ¬
kristallisirt es sich, nachdem es geschmolzen ist. In
einem starken Feuer säurt es sich, mit einer weißen oder
gelblichen Farbe. Ein Theil Zink gibt 1½/ Theil weiße
Zinkhalbsäure.
Diese Halbsäure ist feuerfest. Im heftigen Feuer schmilzt
sie zu einem gelben Glase. Wenn sie erwärmt wird, so
leuchtet sie im Finstern. Durch Kohlen läßt sich diese Halbsäure ¬
herstellen, aber nur in verschlossenen Gefäßen.
An der Luft verändert sich das Zink nur wenig. Wasser, ¬
auf glühendes Zink geworfen, wird zerlegt, und man
erhält Wasserstoffgas, welches ein wenig Kohlenstoff aufgelöst ¬
enthält, der von dem Zink herkommt; denn dieses ist
niemals frei von Kohlenstoff.
Eine Lösung von Soda oder Pottasche löst im Kochen
die Zinkhalbsäure auf, und durch zugesetzte Säuren kann
man sie wiederum davon trennen. Es entwickelt sich, bei
der Auflösung des Zinks in Laugensalzen, Wasserstoffgas
aus dem Wasser: so daß das Zink von dem Sauerstoffe
des Wassers gesäurt wird, und sich dann auflöst.