Metadata : Girtanner, Christoph: Anfangsgründe der antiphlogistischen Chemie

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glanze  haben.  Diese  sind  vorzüglich:  Zinn,  Eisen,  Kupfer
und  Silber.
Neunzehendes  Kapitel.
Von  dem  Zink.
Das  Zink  ist  ein  bläulich  weißes  Metall,  welches  sich  nicht
pülvern  läßt.  Der  Galmey,  oder  die  Zinkminer,  ist  eine
Zinkhalbsäure.  Das  geschwefelte  Zink  wird  Blende  genannt. ¬
  Der  eisenartige  Zinkminer  ist  kohlengesäurtes ¬
  Zink.  Hundert  Theile  dieser  Miner  enthalten:  65  Theile
Zinkhalbsäure,  28  Theile  Kohlensäure,  einen  Theil  Eisen,
und  sechs  Theile  Wasser  oder  Eis.
Das  Zink  schmilzt  leicht  und  verfliegt  ganz.  Dabei
säurt  es  sich.  Wird  das  Gas  aufgefangen,  so  erhält  man
eine  Zinkhalbsäure,  welche  die  alten  Chemisten  Zinkblumen ¬
  genannt  haben.  Bei  einer  nicht  so  hohen  Temperatur ¬
  kristallisirt  es  sich,  nachdem  es  geschmolzen  ist.  In
einem  starken  Feuer  säurt  es  sich,  mit  einer  weißen  oder
gelblichen  Farbe.  Ein  Theil  Zink  gibt  1½/  Theil  weiße
Zinkhalbsäure.
Diese  Halbsäure  ist  feuerfest.  Im  heftigen  Feuer  schmilzt
sie  zu  einem  gelben  Glase.  Wenn  sie  erwärmt  wird,  so
leuchtet  sie  im  Finstern.  Durch  Kohlen  läßt  sich  diese  Halbsäure ¬
  herstellen,  aber  nur  in  verschlossenen  Gefäßen.
An  der  Luft  verändert  sich  das  Zink  nur  wenig.  Wasser, ¬
  auf  glühendes  Zink  geworfen,  wird  zerlegt,  und  man
erhält  Wasserstoffgas,  welches  ein  wenig  Kohlenstoff  aufgelöst ¬
  enthält,  der  von  dem  Zink  herkommt;  denn  dieses  ist
niemals  frei  von  Kohlenstoff.
Eine  Lösung  von  Soda  oder  Pottasche  löst  im  Kochen
die  Zinkhalbsäure  auf,  und  durch  zugesetzte  Säuren  kann
man  sie  wiederum  davon  trennen.  Es  entwickelt  sich,  bei
der  Auflösung  des  Zinks  in  Laugensalzen,  Wasserstoffgas
aus  dem  Wasser:  so  daß  das  Zink  von  dem  Sauerstoffe
des  Wassers  gesäurt  wird,  und  sich  dann  auflöst.
            
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