circulirendem Vermögen wird, (usum dominiumque vraestat)
nicht sowohl in der Eigenschaft dieses oder jenes Geldstücks,
als des durch das Gepräge bezeichneten absoluten Werthes.
§. 3b.
Den Unterschied zwischen Kauf und locatio conductio ¬
betreffende Fragmente.
Sobald wir es als Grundsatz betrachten, dass ohne die
Absicht, Eigenthum von dem Verkäufer auf den Käufer übergehen ¬
zu machen, und ohne deshalb von dem Käuser zu leistende ¬
Gewähr kein Kauf bestehe, (m. s. l. 80. §. 3.*) hingegen ¬
unter den nur angegebenen Prämissen ein solcher stattlinde, ¬
so erscheinet l. 20. nur als die Anwendung jenes Grundsatzes, ¬
keinesweges als das Ergebniss einer besonderen, erst
daraus zu abstrahirenden Regel, welche geeignet gewesen
wäre, in die Sätze aufgenommen zu werden.
„Sabinus respondit: si quam rem nobis sieri velimus,
veluti statuam, vel vas aliquod, seu vestem, ut nihil
aliud, quam pecuniam daremus, emtionem videri, nec posse
ullam locationem esse, ubi corpus ipsum non delur ab eo,
cui id fieret; aliter, atque si aream darem, ubi insulam aedificares, ¬
quoniam tunc a me substantia proliciscitur.
Wer eine Statue, ein Gefäss, ein Rleid, kurz ein Product ¬
seiner Arbeit herstellt, wird dadurch Eigenthümer
desselben, verkauft es also, wenn er ein solches gegen einen
bedungenen Preis herzustellen und zu liefern verspricht. Hingegen ¬
wer aaf einem fremden Areale ein Gebäude aufführt,
der wird, nach den Grundsätzen von den Accessionen, nicht
dessen Eigenthümer, sondern, er mag wollen oder nicht, der
Grundherr. Ersterer kann also nicht das Gebäude verkaufen, ¬
sondern nur die Thätigkeit verdingen, wodurch ¬
der Bauherr Eigenthümer eines Gebäudes wird, ohne
dass das Eigenthum davon erst von dem Baumeister auf ihn
übergeht. M. vergl. Bd. II. S. 298. u. 299.
Zu manchen Bemerkungen, die jedoch in praktischer Hinsicht ¬
unerheblich sind, fordert auf die verwandte l. 65. „Convenit ¬
mihi tecum, ut certum numerum tegularum mihi dares
certo pretio; quod ut faceres, utrum emtio sit, an locatio?
Respondi: si ex meo fundo tegulas tibi factas ut darem, convenit, ¬
emtionem puto esse, non conductionem; toties enim
conductio alicuius rei est, quoties materia, in qua aliquid
praestatur, in eodem statu eiusdem manet; quoties vero et
*) „Nemo potest videri eam rem vendidisse, de cuius dominio id agitur,
ne ad emtorem transeat, sed hoc aut locatio est, aut aliud genus contractul,