Full text : Rosenthal, Eduard: Zur Geschichte des Eigenthums in der Stadt Wirzburg

—  10  seits -
  des  Mains  in  der  Nähe  des  Schottenklosters  Haus  und
Höfe  besass.')  Ausserdem  tauschte  Kaiser  Friedrich  1.  den
seinem  Sohne,  dem  Herzog  Friedrich  von  Schwaben,  vom  Bischofe ¬
  zu  Lehen  übertragnen  Hof  beim  Katzenwicker  *)  gegen
6  Morgen  Weinberg,  20  Mark  Silber  und  die  Befreiung  der
Domherrn  von  der  Hospizlast  ein.
Die  Bürgerschaft,  das  vorherrschende  Element  der  Laienbevölkerung ¬
  der  Stadt,  setzte  sich  zusammen  aus  den  Altfreien
Freie  Männer  scheinen
und  den  bischöflichen  Ministerialen.
schon  bei  Gründung  der  Stadt  vorhanden  gewesen  zu  sein,  wie
dies  aus  dem  Schlusse  der  ältesten  Urkunde  *)  über  den  Umfang ¬
  der  Wirzburger  Markung  von  779  hervorgeht,  wo  von  dem
Erbe  freier  Franken  —  frierô  Franchôno  erbi  —  die  Rede
ist.  Doch  wurde  die  Zahl  dieser  Altfreien  jedenfalls  vermehrt,
indem  Viele  vom  Lande  nach  Wirzburg  wie  in  die  übrigen
Bischofsstädte  einwanderten,  angezogen  durch  die  Vortheile,
ersönliche  Sicherheit  und  den  Schutz
welche  eine  Stadt  für  diep
des  Eigenthums  bot.  *)  Sie  lebten  mit  ihren  Hörigen  anfangs
nach  Hofrecht  weiter  und  verschmolzen  sich  mit  den  freien  und
*  —  ——
*)  Regesta  Bavarica  Bd.  2,  S.  143.
*)  Vgl.  Wegele,  Würzburg  im  12.  Jahrhundert,  Zeitschrift  für  deutsche
Culturgeschichte,  N.  F.,  1873,  S.  76,  und  Anmerkung;  Schäffler  a.  a.  O.
S.  17,  18.
*)  M.  B  Bd.  37.  S.  101.
*)  Wegele,  Gesch.  Einleitung,  S.  9;  Schäffler  a.  a.  O.  S.  24  und  25.
Müllenhoff  und  Scherer,  Denkmäler  deutscher  Pocsie  und  Prosa
S  176,  473  fl.
1864
*)  Vgl.  Oegg,  Versuch  einer  Korographie  von  Wirzburg,  1808,  Bd.  1,  S.  XV.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer