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Hälfte des andern, so daß was in beiden Augen links in
gleichen Radien und gleicher Entfernung vom Mittelpuncte
ist, und was unter denselben Bedingungen in beiden Augen ¬
rechts liegt, in subjectiver Hinsicht eins und dasselbe
sind. Die Eintrittsstellen der Sehnerven an der innern
Seite beider Augen sind demnach different, wie denn ihre
Affection in beiden Augen, nicht subjectiv zusammenfällt,
vielmehr die feurigen Kreise, welche im subjectiven Versuch
durch die Zerrung der Sehnerven erscheinen, um die wahre
subjective Größe der Summe der scheinbaren Entfernungen ¬
beider Sehnerven vom Mittelpuncte der Netzhaut, im
Sehfelde von einander entfernt sind. Dadurch also, daß
die Eintrittsstelle des Sehnerven des einen Auges nicht
identisch ist mit der des andern, aber identisch mit einer
andern freien Stelle der Netzhaut, wird bei dem Zusammenwirken ¬
beider Augen, die unempfindliche Eintrittsstelle
des einen Auges, durch eine vollkommen empfindliche des
andern ersetzt; und die undeutliche Lücke im Gesichtsfelde
kann nur bei der isolirten Thätigkeit eines Auges entstehen. ¬
Wenn nun die Eintrittsstellen der Sehnerven bei
den Thieren wie bei dem Menschen different sind, so können ¬
bei denjenigen Thieren, bei welchen Mittelpuncte der
Augen und Eintrittsstellen der Sehnerven coincidiren, erstere ¬
nicht identisch seyn. Aus doppelten Gründen ist es
also wahr, daß wenn beim Menschen die Mittelpuncte der
Netzhäute ihre doppelten objectiven Eindrücke zu einer und
derselben subjectiven Empfindung vereinigen, das Thier
vielmehr, was immer für Theile der Bilder die Mittelpuncte ¬
seiner Netzhäute betreffen, bei unserer Voraussetzung ¬
diese doppelt sehen müsse.
2. In den Augen mehrerer Saurier befindet sich im
Mittelpuncte der Netzhaut ein ansehnliches foramen centrale, ¬
welches nicht wie bei dem Menschen scheinbar ist,
wo die Markhaut selbst unverfehrt und vielleicht nur ihre