§. 421. Ungerechtfertigte Bereicherung.
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sitzes?; Befreiung von einer Eigenthumsbeschränkungs oder von
einer Schuld". Nichtverminderung des Vermögens: Nichtbeschwertwerden ¬
mit einer Eigenthumsbeschränkung" oder mit einer Schuld11
oder mit einer Leistung*2, Ersparung einer Ausgabe13, Erhaltung
einer Sache14.
Entsteht aus der Bereicherung für den BeC. ¬
de non num. pec. 4. 30. — Schmid Grundlehren der Cession II
S. 189 fg. 439 ist der Meinung, die Ungerechtfertigtheit der durch Cession
eines Forderungsrechtes verschafften Bereicherung begründe nicht die Verpflichtung ¬
zur Zurückgabe, da der Cedent in diesem Falle ohne Weiteres gegen den
Schuldner auftreten könne. Ich glaube nicht, daß dieser Satz durch die dafür
angeführten Stellen, 1. 4 C. de H. v. A. V. 4. 39 und 1. 28 §. 3 D. de
ann. 33. 1, bewiesen wird.
? L. 4 §. 2 D. de R. C. 12. 1, l. 15 §. 1 D. de cond. ind. 12. 6,
l. 2 D. de cond. trit. 12. 3, l. 31 §. 1 i. f. D. dep. 16. 3, l. 46 D. de
don. i. v. e. u. 24. 1, l. 25 §. 1 D. de furt. 47. 2. Vgl. l. 9 pr. l. 21
§. 2 D. quod met. c. 4. 2, und I §. 161 Note 2. Zur Zeit des Proculus
war die condictio possessionis noch nicht anerkannt. Vgl. 1. 67 D. de I.
D. 23. 3. Seuff. Arch. III. 177, IV. 122. [Brinz S. 653—6541.
§ L. 5 §. 6 D. de don. i. v. e. u. 24. 1.
9 S. z. B. 1. 4. 10 D. de cond. c. d. c. n. s. 12. 4, l. 24 D. de m.
c. don. 39. 6.
10 L. 22 §. 1 D. de cond. ind. 12. 6, l. 8 pr. D. de A. E. V. 19. 1.
11 L. 5 §. 1 D. de usufr. ear. rer. 7. 5, l. 7 pr. D. usufr. quemadm.
7. 9, l. 3 §. 10 D. si cui plus 35. 3, l. 39 D. de cond. ind. 12. 6.
12 L. 40 §. 1 D. de cond. ind. 12. 6, l. 58—60 D. de leg. 1° 30,
l. 5 §. 2 D. de impens. 25. 1.
13 Z. B. Jemand erspart durch Gebrauch fremder Sachen oder fremder
Arbeitskräfte Miethgeld (l. 65 §. 7 l. 26 §. 12 D. de cond. ind. 12. 6);
Jemand gibt fremdes Geld aus, und deßwegen nicht sein eigenes (s. z. B. 1. 29
D. de cond. ind. 12. 6, vgl. 1. 50 §. 1 D. de don. i. v. e. u. 24. 1); oder
der Eigenthümer selbst gibt das Seinige hin, damit wir nicht nöthig haben,
das Unsrige hinzugeben. — Durch das Ausgeben fremden Geldes wird übrigens ¬
eine eigene Ausgabe nur dann erspart, wenn das Geld, was freilich der
gewöhnliche Fall sein wird, in einer Weise ausgegeben worden ist, daß es dadurch ¬
für den Eigenthümer unauffindbar geworden ist; denn sonst wird es
von dem Eigenthümer vindicirt, und der Empfänger greift auf den Ausgebenden ¬
zurück. — In Betreff des oben zuerst genannten Falles geht von
einer engeren, die Rückforderung ausschließenden Auffassung aus 1. 25 D. de
praescr. verb. 19. 5; dieselbe hält mit Unrecht für den Ausdruck des eigentlichen ¬
Gedankens des römischen Rechts Voigt S. 327. 332. 405. Das consumere ¬
alienam pecuniam der Quellen versteht Voigt lediglich von Eigenthumserwerb ¬
durch Vermischung (S. 390. 746).
14 Bgl. 1. 41 §. 10 D. de don. i. v. e. u. 29. 1 (§. 365 Note 14).