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Drittes Buch.
solches Verhältniß Statt, daß dieses, ungeachtet sie fortdauernd an
ihm zehren, es doch nicht früher ganz austrocknet und stirbt, bis
sie ihre völlige Reife erlangt haben, und dieser Nahrung nicht mehr
bedürfen. Eine Art Cynips sucht aber die auf solche Weise in einer ¬
Aphide lebende Ichneumonslarve auf, und legt ihre Eier in
diese, so daß der junge Cynips vom Ichneumon, dieser von der
Aphide, und diese endlich von der Pflanze Nahrung zieht (Göze
in Nr. 187. XII. S. 197). Eine Art Wassermilbe legt ihre Eier
auf den Rücken des Wasserscorpions; ein Monoculus in den Darm
der Krebse, und Oniscus squilliformis in den Raum zwischen Magen ¬
und Leber derselben./— c) Andere Insecten legen in das von
ihnen verfertigte Nest zu ihren Eiern einen Nahrungsstoff, welchen
sie zu diesem Zwecke aufgesucht oder bereitet haben: die geselligen
sowohl, als die einsamen Bienen legen einen Teig von Honig und
Blüthenstaub hinzu; der Mistkäfer legt Mist dazu, und der Pillenkäfer ¬
formt ihn zu einer Kugel, in welche er ein Ei legt, und die
er in ein Loch bringt, das er gegraben hat; die Maurerwespe, eine
Art Sphex, legt neben ihre Eier die Larven anderer Insecten, aber
nur von einer bestinmten Gattung und nur ausgewachsene, die
ohne Nahrung und als Puppen so lange leben, bis die Wespenlarven ¬
aus dem Eie gekrochen sind, legt sie auch so in Reihen und
Schichten zusammen, daß sie sich nicht regen, noch das Ei verletzen
können; Bembex rostrata legt Fliegen hinzu; Philanthus apivorus
legt zu 6 Eiern 10 Bienen, die er auf Blüthen oder am Rande
eines Bienenstockes aufgesucht und getödtet hat; die Sandafterwespe
schleppt dazu todte Raupen oder Spinnen, wenn sie auch viel größer ¬
sind, als sie selbst, oft aus weiter Ferne herbei. — d) Einige
Insecten bauen selbst kein Nest, legen aber ihre Eier in das eines
anderen: die Goldwespe lauert, bis die Maurerbiene ihr Nest einmahl ¬
verläßt, und legt dann ihre Eier hinein, wo denn ihre Larven ¬
sowohl den eingetragenen Vorrath, als auch die Bienenlarven
verzehren; eben so hålt sich Parnope incarnata da auf, wo Bembex
in Sand nistet, und legt in dessen Abwesenheit ihre Eier hinein.
e) Andere Eier werden an Stellen gelegt, wo jetzt noch keine
Nahrung vorhanden ist, sondern erst späterhin durch einen organischen ¬
Hergang welche gebildet wird: mehrere Schmetterlinge legen