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gegen deren Obersatz, mit welchem sie steht und fällt. Derselbe ¬
formulirt sich dahin:
Die spätere Klage wird nur desswegen zugelassen,
weil die Subjekte verschieden sind.
Hiegegen ist nun Verf. der Ansicht, dass in obigen Stellen
die spätere Klage nicht bloss desshalb zugelassen wird, weil die
Subjekte verschieden sind, sondern wegen der gleichzeitigen Verschiedenheit -
der res für jedes der klagberechtigten Subjekte. Das
gegen einen derselben ergangene Urtheil erscheint daher für
jeden andern Klagberechtigten als eine res inter alios judicata,
aus welcher selbstverständlich eine exc. rei jud. gegen ihn nicht
erwachsen kann.
Windscheid selbst sagt (S. 103): „es ist keine Wendung
möglich, wodurch man sie (d. h. die in 1. 1 cit. erwähnten Ansprüche) ¬
als Ansprüche erscheinen lassen könnte, mit denen idem
petitur.“
Verwendet nun freilich Windscheid diese ganz unanstreitbare -
Auffassung in der seiner Ansicht günstigen Weise, so
acceptirt sie doch Verf. utiliter für sein Raisonnement: eben
weil hier nicht idem petitur, ja dazu noch Verschiedenheit der
Klagberechtigten kommt, kann aus dem Urtheile gegen A die
exceptio rei judicatae dem B nicht entgegengehalten werden.
Heben wir einen der in 1. 1 cit. berührten Fälle aus: der
Legatar A. klagt auf sein Legat; er wird abgewiesen wegen Ungültigkeit -
des Testaments (Formfehler); nun macht der Sklave
Stichus die ihm in demselben Testamente legirte Freiheit geltend;
Ulpian erachtet diess für zulässig unter ausdrücklicher Hervorhebung -
des Umstandes, weil „res inter alios judicatae nullum -
aliis praejudicium faciant". Anstatt dieses vom Juristen
selber angegebenen Grundes zu substituiren: „nur weil Stichus
ein Änderer als Aulus ist“ erscheint in der That unzulässig.
Windscheid findet es auffallend, warum, da doch hier
Identität der quaestio angenommen werden müsse, was nur „rein
zufällig“ nicht hervorgehoben sei, — „überhaupt die Frage aufgeworfen ¬
wird, ob das Urtheil über den einen Anspruch dem anderen ¬
praejudicium mache“. Hierauf wäre zu erwidern, dass sich
Kleinschrod, prozess. Consumtion.