Inhaltsverzeichnis : Chladni, Ernst Florens Friedrich: Die Akustik

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Quinte  höher,  als  bey  der  zweyten;  bey  der  vierten  Schwingungsart  nimmt  die  Höhe  wieder
beynahe  um  eine  Octade  zu,  bey  der  fünften  beynahe  um  eine  große  Serte  u.  s.  w.  Rimmt
man  nun  das  16füßige  oder  Contra  C  als  den  tiefsten  Ton,  eines  Stabes  an,  so  werden  die
in  dem  gegenwärtigen  Falle  möglichen  Töne  ungefähr  folgende  seyn:
Zahl  der  Schwingungsknoten:
d
Töne:
.
d
b
.
Zahlen,  mit  deren  Quadraten
(2)
6)
die  Töne  übereinkommen:
11
1
9.
Durch  ein  daneben  gesetztes  -  zeige  ich  an,  daß  ein  Ton  etwas  niedriger,  und  durch
4,  daß  er  etwas  höher  ist,  welche  Bezeichnungsart  ich  auch  in  der  Folge  beybehalten  werde.
Die  mögliche  Reihe  von  Tönen  ist  also,  in  den  kleinsten  ganzen  Zahlen  ausgedricke
36,  25,  525,  1225,  2025  rc.  und,  wenn  man  den  tiefken  Ton  als  1  ansehn  will,  ist  sie:
1,  61,  1748,  3416,  564,  u.  s.  w.
Anm.  Einen  practischen  Gebrauch  von  der  ersten  Schwingungsart  macht  man  bey  der  sogenannten
Eisenvioline,  welche  aus  eisernen  Stiften  besteht,  die  in  den  halbzirkelförmigen  Steg  eines
Resonanzbodens  eingeschlagen  sind,  und  mit  dem  Violinbogen  gestrichen  werden.  In  der  Anmerkung ¬
  zum  29.  §.  habe  ich  auch  gezeigt,  wie  man  die  erste  und  auch  die  folgenden  Schwingungsarten ¬
  eines  solchen  Stabes  benutzen  kann,  um  auf  eine  leichte  Art  die  Zahl  der  Schwingungen  bey
einem  jeden  Tone  durch  den  Augenschein  zu  finden.
81.
In  dem  zweyten  Falle,  wo  ein  Ende  des  Stabes  an  einen  festen  Gegenstand
angestemmt,  und  das  andere  frey  ist,  sind  die  Schwingungsknoten  fast  an  ebenden
selben  Stellen  (nur  in  einer  etwas  weniges  größern  Entfernung  von  dem  freyen  Ende)  befindlich,
wie  in  dem  ersten  Falle,  aber  die  Gestalten  der  krummen  Linien  sind,  wie  man  bey  Vergleichung ¬
  der  21sten  und  22sten  Figur  sehen  kann,  so  wie  auch  die  Tonverhältnisse,  verschieden.
Die  Ursache  davon  liegt  darin,  weil  durch  eine  gänzliche  Befestigung  eines  Endes  die  Theile,
welche  diesem  Ende  nahe  sind,  verhindert  werden,  so  frey  zu  schwingen,  als  wenn  dieses  Ende
blos  gegen  irgend  einen  festen  Körper  gestemmt  wäre.  Eine  Schwingungsart,  wo  etwa,  so
wie  im  vorigen  Falle,  der  ganze  Stab  sich  hin  und  her  bewegte,  findet  hier  nicht  Statt,
            
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