Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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die  Durchschnittslinie  der  Ebene  der  Ekliptik  und  der  Oberfläche
der  Sonne,  welche  dem  Beobachter  auf  der  Erde  als  eine  gerade ¬
  Linie  erscheint.  Ferner  sey  durch  den  Beobachtungsort  und
den  Mittelpunkt  der  Sonne  eine  auf  die  Ekliptik  senkrechte  Ebene ¬
  gelegt,  welche  der  Oberfläche  der  Sonne  in  einem  grösten
Kreis  begegnen,  und  ebenfalls  als  eine  gerade  auf  der  ab  senkrechte ¬
  Linie  ed  erscheinen  wird.  Man  beobachte  die  scheinbaren
Größen  der  senkrechten  Abstände  fh,  Fk  eines  Sonnenfleckens
von  den  Durchmessern  ab,  de;  so  ergiebt  sich  durch  Auflösung
des  bey  h  rechtwinklichten  geradlinigten  Dreyecks  ofh  die  Hypotenuse ¬
  ef  und  der  Winkel  hef.  Durch  die  auf  der  Oberfläche  der
Sonne  liegenden,  dem  Beobachter  aber  in  der  Ebene  des  Kreises
aebd  zu  liegen  scheinende  Punkte  c  und  F,  e  undF  seyen  gröste
Kreise  gelegt,  und  letzterer  begegne  dem  grösten  Kreis  ab  in  g.
Der  Bogenf  wird  wiederum  als  eine  gerade  Linie  erscheinen,
welche  dem  Sinus  desselben  für  den  Halbmesser  ca  gleich  seyn
wird,  und  man  wird  mittelst  des  scheinbaren  Halbmessers  der
Sonne  und  der  aus  Beobachtungen  gefundenen  scheinbaren  Grösse =
  von  of  das  Verhältniß  von  af:  ca,  also  den  Sinus  des  Bogensof ¬
  und  den  Bogen  f  selbst  haben.  Und  da  vermöge  der
Voraussetzung  die  Ebene  aebd  auf  der  vom  Auge  des  Beobachters ¬
  an  den  Mittelpunkt  der  Sonne  gezogenen  geraden  Linie  senkrecht ¬
  steht,  so  ist  der  oben  gefundene  geradlinigte  Winkel  haf
dem  Winkel  fog  des  bey  g  rechtwinklichten  sphärischen  Dreyecks
ofg  gleich,  dessen  Hypotenuse  f  ebenfalls  gegeben  ist.  Und  nun
verhält  sich
Sin.  tot.  Sin.  feg  —  Sin.  cf  Sin.  g,
Sin.  tot.  :  Cos.  feg  —  Tg.  cf:  Tg.  cg.
Der  Bogen  Fg  mißt  die  heliocentrische  Breite  des  Sonnenfleckens, ¬
  und  der  Bogen  eg  den  Unterschied  der  heliocentrischen
Länge  der  Erde  und  des  Sonnenfleckens.  Letztere  ist  der  um
1800  oder  6  Zeichen  vergrößerten  Länge  der  Sonne  für  den  Augenblick ¬
  der  Beobachtung  gleich,  und  man  findet  also  die  heliocentrische =
  Länge  des  Sonnenfleckens,  wenn  man  zu  der  um  6  Z.
vermehrten  Sonnenlänge  den  Bogen  og  addirt,  oder  davon  abzieht, =
  je  nachdem  eg  westlich  oder  östlich  vom  Mittelpunkt  c  fällt.
Es  seyen  nun  F,f,f"  (Fig.  20.)  die  drey  Punkte  der  Himmelskugel, ¬
  in  welchen  derselben  die  von  dem  Mittelpunkt  der
Sonne  an  einen  ihrer  Flecken  gezogenen  geraden  Linien  nach  und
nach  bey  der  ersten,  zweyten  und  dritten  Beobachtung  begegneten, ¬
  und  e  sey  der  Nordpol  der  Ekliptik,  p  der  Punkt,  wo  die
verlängerte  Sonnenaxe  auf  der  Nordseite  die  Himmelskugel  trifft.
Man  ziehe  die  grösten  Kreise  ef,  ef“,  ef“,  pf,pf,  pf“,  wo
die  drey  letzteren  Bogen  einander  gleich  seyn  werden.  In  den
Dreyecken  fep,  fep,f  ep  kennt  man  die  Unterschiede  der  heliocentrischen ¬
  Längen  Ffef  —a,  fef"—a',  und  die  Complemente  fe=
            
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