Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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fallende  Stück  pp  der  Weltare  wird  die  Erdaxe  seyn.  Die
Durchschnittslinie  der  Ebene  des  Aequators  ABQ  der  Himmelskugel ¬
  mit  der  Erdoberfläche  wird  den  Aequator  abg  der
Erde  bilden,  welcher  sie  in  die  nördliche  und  südliche  Halbkugel ¬
  theilt.  Man  ziehe  den  Halbmesser  Cm  an  einen  beliebigen ¬
  Ort  m  der  Erde;  so  wird  seine  Verlängerung  das
Zenith  M  dieses  Orts  treffen,  und  ein  durch  den  Pol  Pder
Himmelskugel  und  das  Zenith  gelegter  gröster  Kreis  wird  sein
Meridian  seyn  (§.  3.),  dessen  Ebene  die  Erdoberfläche  in
dem  Meridian  pmap  der  Erde  schneiden  wird.  Der  Abstand ¬
  des  Orts  m  vom  Erdäquator  wird  durch  den  Bogen
am  dieses  Meridians  gemessen,  welcher  die  geographische
Breite  heißt.  Man  ziehe  in  der  Ebene  dieses  Erdmeridians
eine  gerade  Linie  mt  auf  den  Halbmesser  Cm  senkrecht;  so  ist
diese  als  eine  in  der  Ebene  des  Meridians  liegende  Horizontallinie ¬
  die  Mittagslinie  des  Orts  w  (§.  2.),  und,  wenn
man  mP  zieht,  der  Winkel  tmP  die  Polhöhe  desselben.  Nun
ist  sowohl  aCm+mCt,  als  Ctm  +  mCt=  90°;  folglich  aCm
=  Ctm—tmP+mPt  (I,  32.)  Aber  wegen  der  in  Vergleichung ¬
  mit  dem  Halbmesser  der  Erde  sehr  großen  Entfernung ¬
  der  Fixsterne  ist  der  Winkel  mPt  unmerklich  (§.  25.)
Mithin  ist  die  geographische  Breite  aUm  der  Polhöhe  tml
gleich.
Es  sey  n  ein  anderer  Ort  der  Erde,  N  sein  Zenith,
PNBE  sein  Meridian  und  puhy  der  correspondierende  Erdmeridian, ¬
  so  wird  bu  die  geographische  Breite  oder  Polhdhe ¬
  desselben  seyn.  Die  Lage  dieses  Orts  gegen  den  ersteren
wird  gegeben  seyn,  wenn  man  die  Polhöhen  am,  bu  derselben, ¬
  und  den  Winkel  apb  kennt,  unter  welchem  die  durch
sie  gelegten  Erdmeridiane  pmp„  pup  sich  schneiden,  und  welcher ¬
  durch  den  Bogen  ab  des  Erdáquators  gemessen  wird.
Dieser  Bogen  heißt  der  Unterschied  der  geographischen
Länge  der  zwey  Orte,  welchen  man  durch  die  Benennungen
östlich  oder  westlich  unterscheidet,  je  nachdem  der  Ort  auf
der  Ost-  oder  Westseite  desjenigen  Orts  liegt,  dessen  Lage
man  als  gegeben  betrachtet.  Der  Punkt  des  Aequators,
von  welchem  an  die  Längen  selbst  gerechnet  werden,  ist
willkührlich.  Man  legt  durch  einen  merkwürdigen  Ort  der
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