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chen, woher es kommen mag, daß dieses Fluidum den Bewegungen ¬
der Planeten keinen bemerkbaren Widerstand entgegensetzt. ¬
Eben so wenig scheinen die neueren über die Polar= ¬
und Aequatorial=Durchmesser der Sonne angestellten
Untersuchungen der Hypothese günstig zu seyn, daß die Sonne ¬
ein dunkler von einer Lichtatmosphäre umgebener Körper
Denn vermöge der Axendrehung der Soune müßte
sey.
dieses Fluidum die Gestalt eines unter den Polen zusammengedrückten ¬
Sphäroids annehmen, mithin der Polardurchmesser ¬
kleiner seyn als der Aequatorialdurchmesser. Hr. von
Lindenau fand aber aus mehr als 2000 Maskelyne'schen
Beobachtungen für die mittlere Distanz der Sonne von der
Erde den ersteren - 32 5,82, den letzteren — 32 1,10*).
Sind diese Resultate richtig; so kann die Oberfläche der Sonne ¬
mit keinem Fluidum bedeckt seyn, weil das Gleichgewicht
bey dieser Figur nicht bestehen könnte. Mit dieser unter den
Polen ablangen Gestalt der Sonne hängt eine periodische Veränderung ¬
ihres in der Richtung des Aequators der Himmelskugel ¬
genommenen Durchmessers genau zusammen, so daß der
Unterschied der horizontalen und vertikalen Sonnendurchmesser ¬
nicht aus der Verschiedenheit der Beobachtungsmethoden
allein scheint erklärt werden zu können. Jener Durchmesser
muß nemlich unter übrigens gleichen Umständen desto grösser ¬
seyn, je größer der Winkel ist, welchen der Sonenáquator ¬
mit dem Aequator der Himmelskugel macht.
Aus der ganzen Reihe der Maskelyne'schen Beobachtungen ¬
schien auch eine jährliche successive Verminderung des
Sonnenhalbmessers zu folgen. Hr. von Lindenau erhielt
den mittleren Aequatorialhalbmesser der Sonne in ihrer
mittleren Distanz von der Erde aus den Beobachtungen
76 - 961,66
von 1765
87 = 960,22
1776
1787 — 98 = 959,77.
Allein die früheren Bradley'schen Beobachtungen gaben ¬
961,86, und die Piazzi'schen 961,21 nahe mit Maskelyne's ¬
ersten Beobachtungsjahren übereinstimmend, und
daher
*) Monatl. Corr. Jun. 1810. pag. 481.
**) A. a. O. pag. 476.