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direnden Theile der Erde, und die auf ihrer Oberfläche befindlichen ¬
Körper müßen auf sie mit dem Ueberschuß ihrer
Geschwindigkeit stoßen, mithin durch die Zurückwirkung der
Luft einen Widerstand leiden, welcher nach einer der Umdrehungsbewegung ¬
der Erde entgegengesetzten Richtung wirkt.
Folglich scheint einem Beobachter, der sich in Ruhe glaubt,
ein Wind nach einer Richtung zu wehen, welche der Richtung ¬
der Umdrehungsbewegung der Erde entgegengesetzt ist,
das ist, von Morgen gegen Abend.
§. 368. Bald nach dem Untergang und kurz vor dem
Anfang der Sonne beobachtet man zuweilen, besonders im
Frühjahr und Herbst, ein weißes der Milchstraße ähnliches
aber helleres von der Sonne aus im Thierkreise fortgehendes ¬
an seinem oberen Ende spitzig zulaufendes Licht, welches ¬
man das Fodiakallicht nennt. Die Spitze desselben
steht 90 bis 100 Grade von dem Mittelpunkt der Sonne
ab, woraus folgt, daß es sich über die Erdbahn hinaus erstrecken ¬
muß Nach Cassini's Beobachtungen fallt seine gröste ¬
Ausdehnung in die Richtung des Sonnenäquators, und
man hielt es daher für wahrscheinlich, daß dieses Licht die
Sonnenatmosphäre sey, welche durch die Axendrehung der
Sonne eine sehr abgeplattete Gestalt angenommen habe.
Vermöge des vorhergehenden §. kann sich aber die Sonnenatmosphäre ¬
nicht weiter als bis auf diejenige Distanz von
ihr erstrecken, in welcher ein Planet sich von der Sonne befinden ¬
müßte, dessen Umlaufszeit der Umdrehungszeit der
Sonne um ihre Axe, d. i. 25 4 Tagen (§. 58.), gleich wäre. ¬
Folglich reicht die Sonnenatmosphäre bey weitem nicht
bis an die Bahr des Merkurs. Ferner kann das Verhältniß ¬
der kleinen Axe dieser Atmosphäre zu der großen nicht
kleiner seyn als das Verhältniß von 2: 3, und das Zodiakallicht ¬
erscheint unter der Gestalt einer sehr abgeplatteten
Linse; folglich kann auch aus diesem Grund das Fluidum, ¬
welches uns das Thierkreislicht zurückwirft, nicht die
Sonnenatinospháre seyn, und weil es die Sonne umgiebt;
so muß es um dieselbe nach denselben Gesetzen umlaufen,
nach welchen die Planeten ihre Umläufe um die Sonne ma¬