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res ähnliche Oscillation hervorgebracht werden. Aber so
wohl die Winde, als die Veränderungen des Barometerstandes, ¬
welche hieraus entstehen, sind sehr gering. Wenn
die Sonne und der Mond in ihren mittleren Abständen von
der Erde und in dem Aequator sich befinden; so ist in den
Syzygien der gröste Raum, welchen ein Lufttheilchen vermöge ¬
der vereinigten Wirkungen dieser Gestirne in einer Sekunde ¬
durchlauft, kleiner als 3 Zolle, und für denselben
Stand der Sonne und des Monds beträgt die von ihren
Wirkungen herrührende Veränderung der Barometerhöhe
von der kleinsten Höhe bis zur grösten unter dem Aequator
0,2795 Linien *). Wegen der großen Beweglichkeit der
Atmosphäre kann übrigens eine sehr kleine Ursache die Quelle
sehr beträchtlicher Veränderungen werden.
Die Attraction der Sonne und des Monds bringt weder ¬
in dem Meer, noch in der Atmosphäre eine beständige
Bewegung von Morgen gegen Abend hervor. Die beständigen ¬
Ostwinde (vents alisés, trade-winds), welche man
zwischen den Wendekreisen beobachtet, müßen also eine andere ¬
Ursache haben, wahrscheinlich folgende **). Wenn die,
mehrerer Einfachheit halber in der Ebene des Aequators
angenommene Sonne durch ihre Wärme die unter dem Aequator ¬
befindliche Luftsäulen ausdehnt, und sie über ihre
wahre Gleichgewichtsfläche erhebt; so müßen sie in dem oberen ¬
Theil der Atmosphäre vermöge ihres Gewichts gegen
die Pole hin abfließen, und zu gleicher Zeit muß in dem
unteren Theil von den gegen die Pole hin liegenden Erdstrichen ¬
eine kühlere Luft herbeystrômen, welche die unter dem
Aequator verdünnte Luft ersetzt. Es entstehen also zwey
einander entgegengesetzte Luftstrome, der eine in dem unteren
Theil der Atmosphäre, der andere in dem oberen. Nun
ist die wahre von der Umdrehungsbewegung der Erde herrührende ¬
Geschwindigkeit der Luft desto kleiner, je näher sie
bey den Polen ist; folglich muß sie, wenn sie gegen den Aequator ¬
vorrückt, sich langsamer umdrehen, als die correspon*) ¬
Méc. cél. T. II. L. IV. Ch. IV. n. 44. pag. 296. 297.
**) Expos. du Monde pag. 277. De Lüc Jdeen über die Meteorol.
II. Th. §. 840.