Objekt : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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Localumstände  geändert  werden  kann;  so  ist  es  nöthig,  sie  durch
die  Beobachtungen  der  Ebbe  und  Fluth  zu  bestimmen.  Nach  vielen ¬
  in  dem  Hafen  von  Brest  angestellten  Beobachtungen  ist  daselbst ¬
  die  Höhe  der  Fluth  über  die  Ebbe  um  die  Zeit  der  Syzygien
im  Mittel  genommen  =  18,126  Fuß,  um  die  Zeit  der  Quadraturen =
  aber  —  8,586  F.  Also  verhält  sich  nahe  die  Summe  der  Wirkungen ¬
  des  Monds  und  der  Sonne  zu  ihrer  Differenz,  oder
+1:2-1  —  18,126:  8,586,  und  à:  1  —  26,712:9,54  —  2,8:  1.
La  Place  fand  durch  eine  genauere  Berechnung  dieser  Beobachtungen =
  à  —  2,9677  *),  und  setzte  in  runder  Zahl  ?  =  3.  Es  ist
(TN2
aber  nach  dem  vorhergehenden  §.  2—
417872..
folglich  ist  für  2  —  3  der  Werth  von  a  —  38157.  Die  Mondsgleichung =
  der  Sonnentafeln  hat  gegeben  5975  (§.  308.),  die  Nutation =
  78155  (§.  362.  pag.  671.),  und  vermöge  der  beobachteten
Horizontalparallaxe  des  Monds  muß  die  Masse  des  Monds  ebenfalls ¬
  nahe  =    seyn  (§.  310.).  Also  ist  wirklich  in  dem  Hafen  von
Brest  das  Verhältniß  der  Wirkung  des  Monds  zu  der  Wirkung
der  Sonne  auf  das  Meer  größer,  als  es  vermöge  der  Masse  des
Monds  seyn  sollte.
Man  setze  nun  nach  Anleitung  der  Gleichung  n.  10.  des  vorhergehenden ¬
  §.  die  Fluthhöhe  über  die  Ebbe  um  die  Zeit  der  Syzygien ¬
  —  k((
Cos.  d'1  2.(p)  Cos.d"),  wo  hi  eine
durch  Beobachtungen  zu  bestimmende  Größe  ist.  Zur  Zeit  der
Tag=  und  Nachtgleichen  sind  Cos.  d  und  Cos.d',  so  wie  ,  nahe
—  1,  und  wegen  der  Variation  ist  in  den  Syzygien  der  Abstand
des  Monds  von  der  Erde  im  Mittel  genommen  um  11/  kleiner,
als  sein  mittlerer  Abstand  a**);  mithin  der  mittlere  Werth  von
faX
in  den  Syzygien  nahe  —  15.  Wird  nun  die  mittlere  aus
einer  großen  Anzahl  von  Beobachtungen  geschloßene  Fluthhöhe
über  die  Ebbe  um  die  Zeit  der  Syzygien  und  Aequinoctien  mit
2h  bezeichnet;  so  wird  man  die  Gleichung  haben
2h  —  h  (1+152),
aus  welcher  man  erhält  he
2h,
40+412
.2h,  für  2  —  3.
Setzt  man  diesen  Werth  von  ke  in  den  vorhergehenden  allgemeinen ¬
  Ausdruck,  und  2  —  3;  so  erhält  man  für  die  Syzygien
*)  Méc.  cél.  T.  II.  pag.  269.
**)  Méc.  cél.  T.  II.  pag.  250.
            
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