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legten Durchschnitt befindlichen Theilchen gezeigt werden.
Wenn also die Erde mit einer durch ihren Mittelpunkt C
auf CS senkrechten Ebene AB geschnitten wird; so wird die
Schwere ihrer Theilchen auf beyden Seiten dieser Ebene nach
einer auf ihr senkrechten Richtung durch die Attraction der
Sonne ihren Abständen MO von der Ebene AB proportional ¬
vermindert (n. 1.), und nach einer auf DE senkrechten
Richtung MP den Abständen MP proportional vergroßert
(u. 2.). Folglich kann, wenn die Erde als flüßig angenommen ¬
wird, das Gleichgewicht des Fluidums nur alsdenn
bestehen, wenn sie die Gestalt eines elliptischen Sphäroids
hat, welches durch die Umdrehung einer Ellipse um ihre große
Axe beschrieben wird (§. 353.), und die Axe dieses Sphäroids ¬
gegen die Sonne gerichtet ist. Bey der Umdrehung
der Erde um ihre Axe werden die Pole dieses Sphåroids
nach und nach anderen Punkten der Oberfläche der Erde entsprechen, ¬
und namentlich zur Zeit der Tag= und Nachtgleichen ¬
den Umfang des Erdäquators durchlaufen. Aehnliche
Bewegungen werden durch die Attraction des Monds hervorgebracht ¬
werden, woraus diejenige Erscheinungen entstehen, ¬
welche unter dem Namen der Ebbe und Fluth bekannt
sind. Zur Zeit der Syzygien ist die Erhöhung des Meers
eine Wirkung der Summe der anziehenden Kräfte der Sonne
und des Monds, zur Zeit der Quadraturen aber ihrer Differenz, ¬
weil in dem letzteren Fall die Axe des Sphäroids
welches der Mond hervorzubringen strebt, mit der Axe desjenigen ¬
Sphåroids einen rechten Winkel macht, welches
durch die Attraction der Sonne allein würde hervorgebracht
werden. Man beobachtet, daß die Ebbe und Fluth auch in
den Quadraturen sich nach dem Lauf des Monds richtet.
Folglich übertrifft die Kraft, mit welcher der Mond die
Theilchen der Erde anzieht, die Kraft mit welcher eben diese
Theilchen von der Sonne angezogen werden, welches mit
den Erscheinungen der Nutation übereinstimmt. Während ¬
eines täglichen Umlaufs des Monds entsteht zweynial
Fluth und zweymal Ebbe. Weil aber das Wasser einige
Zeit gebraucht, um nach denjenigen Gegenden hin zu strömen, ¬
wo es durch die Attractionen des Monds und der