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ebenfalls auf 9" 63 stiege, der Pol des Aequators um seinen
mittleren Ort einen Kreis von dem scheinbaren Halbmesser 9.63
Sek. beschreiben. Diese Elongationen sind aber in dem gegebenen =
Verhältniß von Cos.2E: Cos.E kleiner, als sie bey dieser
Kreisbewegung seyn würden; folglich beschreibt der Pol um seinen ¬
mittleren Ort eine kleine Ellipse an der Himmelskugel, deren
halbe große unter einem Winkel von 9,63 erscheinende Axe in der
Ebene des durch den Pol des Aequators gehenden Breitenkreises
liegt, und sich zu der halben kleinen Axe wie Cos. E: Cos. 2 E
verhält, woraus sich die §. 160. angegebene Construktion ergiebt.
Berechnet man mittelst der oben gefundenen Werthe von c,
, und 1 noch die übrigen Glieder der §. 366. und 361. für die
Bewegungen der Erdaxe gefundenen Ausdrücke; so erhält man
die periodischen Ungleichheiten der Bewegung der Aequinoktialpunkte ¬
18“,00Sin. n- 1"150 Sin. 21 - 0",215 Sin. 21.
und diese Gleichungen müßen zu den von dem mittleren Aequinoktialpunkt ¬
an gerechneten Längen mit ihren Zeichen hinzugefügt
werden, um die von dem wahren Aequinoktialpunkt an gerechnete
Längen zu erhalten.
Die periodischen Ungleichheiten der Veränderung der Schiefe
der Ekliptik sind
+ 9"63 Cos. n + 0"499 Cos. 21 + 0",093 Cos. 2l,
welche Gleichungen zu der mittleren Schiefe müßen addirt werden, ¬
um die wahre Schiefe der Ekliptik zu erhalten *).
Die von der mittleren Längen des aufsteigenden Mondsknotens ¬
abhängende Ungleichheiten der Bewegung der Erdaxe
sind diejenigen, welche die Astronomen mit dem Namen der Nutation ¬
bezeichnen. Die Theorie zeigt uns noch einige kleinere
Ungleichheiten, welche von der Länge der Sonne und des Monde
abhängen, und durch sie mit einer viel größeren Genauigkeit bestimmt =
sind, als man sie durch die Beobachtungen würde haben
bestimmen können. Die größere Vollkommenheit der neueren
Astronomie erfordert, daß man die von der Länge der Sonne
abhängende Nutation der Erdaxe in Rechnung nehme.
§. 363.
Wir haben bisher die Ebene der Erdbahn, auf
welche die Veränderung der Lage der Erdaxe bezogen wurde, als
eine unbewegliche Ebene betrachtet. Diese verändert aber wegen
der Aktraction der Planeten ihre Lage (§. 331.); folglich muß,
wenn man die Lage der Erdaxe auf eine unbewegliche Ebene be*) ¬
Die von La Place in der Méc. cél. T. II. pag. 350 gegebenen Ausdrücke =
gründen sich auf die Voraussetzung — 3, weswegen die von
der Sornenlänge abhängende Ungleichheiten kleiner sind Die daselbst
angegebenen Coefficienten der Senus und Cösinus der doppelten Mondslängen =
müßen noch, wie man aus den allgemeinen Formeln sieht, mit
X multiplicirt werden.
Vohnenbergers Astronomie.
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