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fand den Abstand der Wendekreise von einander - 47°40
45, und bemerkte dabey, dieser Abstand sey nahe derselbe,
welchen Kratosthenes (geb. im Jahr 276. vor C. G.) gefunden ¬
und Hipparch beybehalten habe *). Demnach war
die Schiefe der Ekliptik = 23° 50 22. Im Anfang des
Jahrs 1800 war sie = 23° 27 57, also um 22 24" kleiner, ¬
und so geben alle neuere Beobachtungen die Schiefe
der Ekliptik kleiner als die älteren, wenn man sie so weit
von einander entfernt nimmt, daß ihre Veränderung in
der Zwischenzeit größer ist, als die Fehler der Beobachtungen, ¬
wie man aus folgender Tafel sieht.
Schiefe der Ekliptik.
Tcheou=Kong, 1100 Jahr v. C. Geb. 23° 54' 2"
Pytheas, 350 J. v. C. Geb.
49 20
Ebn=Junis, im Jahr 1000 n. C. G.
Cocheon=King,
1280.
Ulug Beigh,
31
1437.
23 27
Delambre, 1. Jan. 1800.
566
23 27
Maskelyne
23
56,3
Piazzi
In gegenwärtigem Jahrhundert beträgt nach den neuesten
Beobachtungen und Berechnungen die jährliche Abnahme der
Schiefe der Ekliptik 0,521 Sekunden.
Wegen des Zurückweichens der Aequinoktialpunkte und
der Veränderung der Schiefe der Ekliptik verändern sich sowohl ¬
die gerade Aufsteigung als auch die Abweichung der
Fixsterne. Die Verzeichnisse, welche die Angaben der geraden ¬
Aufsteigung und Abweichung der Fixsterne enthalten,
gelten also nur für die Epoche der Beobachtungen, durch
welche man dieselbige bestimmt hat. Aber man kann sie
auf folgende Art auf einen andern vorgegebenen Zeitpunkt
reduciren. Aus der geraden Aufsteigung und Abweichung
suche man mittelst derjenigen Schiefe der Ekliptik, welche
der Epoche des Fixsternverzeichnisses entspricht, nach §. 36.
die Länge und Breite, vergrößere oder vermindere die Länge ¬
um die der Zwischenzeit zwischen der Epoche und dem
vorgegebenen Zeitpunkt zugehörige Bewegung der Aequinok*) ¬
Eratosthenes setzt das Verhältuiß des Abstands der Wendekreise zum
Umfang des Meridians dem von 11. 83 gleich, woraus die Schiefe
der Ekliptik — 23° 51' 19“5 folgt.