Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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Aus  n.  2.  erhält  man  auf  ähnliche  Art  nach  §.  239.  n.  2.
die  von  der  Attraction  der  Sonne  herrührende  periodische  Veränderung ¬
  der  Schiefe  der  Ekliptik
w2  Sin.  E  Cos.  (2a  +  2mt).
—
Am12
§.  361.  Eine  ähnliche  Bewegung  der  Erdaxe  wird  durch  die
Wirkung  des  Monds  auf  das  Erdsphäroid  hervorgebracht.  Die
gerade  Linie  CL  Fig.  145.  sey  nach  dem  Mittelpunkt  des  Monds
gerichtet,  und  durch  sie  sey  eine  Ebene  LCM  auf  die  Ebene  des
Erdáquators  senkrecht  gelegt;  so  mißt  der  aus  C  als  Mittelpunkt
mit  dem  Halbmesser  CM  beschriebene  Kreisbogen  ML  die  hier
nördlich  angenommene  Abweichung  d'  des  Monds,  und  der  Bogen ¬
  MS  die  Abweichung  d  eines  Punkts,  welcher  mit  dem  Mond
eine  gleiche  gerade  Aufsteigung  VMhat.  Man  setze  den  Abstand
des  Monds  von  der  Erde  —r,  und  die  Kraft,  mit  welcher  er
einen  in  der  Distanz"  von  ihm  befindlichen  Körper  anzieht  =k“
so  ist  nach  dem  vorhergehenden  §.  die  aus  der  Attraction  des
Monds  auf  das  Erdsphäroid  entstehende  mit  CL  parallel  wirkende ¬
  Kraft,  vermöge  welcher  die  Erde,  wenn  sie  keine  Axendrehung
hätte,  in  der  Ebene  MCL  als  ein  zusammengesetztes  Pendel
schwingen  würde,  —  Ze
„.  „  12  Cos.  d'V1+w2.  Man  nehme
auf  der  durch  den  Punkt  M  mit  CL  parallel  gezogenen  MK  die
ME'  dieser  Kraft  proportional,  ziehe  durch  F  die  parallele  FT
mit  CM,  und  durch  M  die  Parallele  MF  mit  CS,  welche  der
ersteren  in  F  begegne;  so  zerfällt  die  Kraft  MF'  in  zwey  andere
„von  welchen  die  letztere  mit  CM  parallel  wirkenMF ¬
  und  FF
de  keinen  Einfluß  auf  die  Bewegung  der  Erdaxe  hat.  Die  erstere
MF  verhält  sich  zu  MF  —  Sin.  MF  F:  Sin.  MIF  =  Sin.  MCL:
MF  Sin.d
Sin.  MCS  -  Sin.  d':  Sin.  d;  folglich  ist  MESin. ¬
  d.
Sin.4  Cos.  d  VIw.  Nun  ist  aber,  wenn  man  die
0
Sin.  d
Erdmasse  =1,  die  Sonnenmasse  —  M  und  die  Masse  des  Monds
—  a  setzt,  vermöge  des  Newtonischen  Gravitationsgesetzes
k:  k  —  r2.M:1.,
und  M+1:  1  +  4  —  a3.  7“2:  a'3.  T2  (§.  301.  n.  3.)
a3.  M.T.  2  a  3  a.T2
oder,  weil
folglich  (M++1)k:  (1+  c)kdie -
  Erdmasse  in  Vergleichung  mit  der  Masse  der  Sonne  sehr  klein  ist,
r.T2  (a
k
Ta
r
7
Da  man  bey  dieser  Untersuchung  die  aus  den  Veränderungen ¬
  der  Abstände  der  Sonne  und  des  Monds  von  der  Erde  eut¬
            
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