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ser ab. Man nehme mit Hupgens (§. 347.) an, die Gravitation ¬
sey constant, und gegen den Mittelpunkt gerichtet;
so würden zwey gleich lange Säulen eines Fluidums, deren
eine von dem Pol, die andere von dem Aequator an Mittelpunkt ¬
des Sphäroids sich erstreckte, mit einander im
Gleichgewicht seyn, wenn nicht der Druck der letzteren durch
die Schwungkraft vermindert würde. Die von dieser Kraft
herrührende Verminderung ist den Abständen der Theilchen
des Fluidums von dem Mittelpunkt proportional (§. 273.
n. 2.), und daher ist die ganze von der Schwungkraft herrührende ¬
Verminderung der Schwere der Säule die Hälfte von
derjenigen, welche sie mit ihrer dem Umfang des Aequators entsprechenden ¬
Stärke hervorbringen würde (S. Bew. von n. 2.
§. 352.); folglich muß, wenn die Schwungkraft unter dem Aequator ¬
zu der Gravitation unter dem Aequator gegen das ruhende ¬
Sphäroid sich verhält, wief:1, die Länge der an den
Pol gehenden Säule zu der Länge der in der Ebene des Aequators ¬
liegenden sich verhalten wie 1 — 1/: 1, wenn das Gleichgewicht =
statt finden soll. Für die Erde istf nahe = 259
folglich ist das Verhältniß der Länge der Säulen, oder der
halben Erdaxe zu dem Halbmesser des Aequators =1-518: 1
= 577: 578, wie Huygens gefunden hat. Man behalte
die Richtung der Gravitation gegen den Mittelpunkt bey,
lasse aber ihre Größe nach dem Newtonischen Gesetz der Attraction ¬
sich verändern; so wird die Abplattung größer werden ¬
müssen, als unter der Voraussetzung einer constanten
Schwere. Denn an dem Ende der in der Ebene des Aequators ¬
liegenden Säule ist die Gravitation in dem Verhältniß ¬
von (1-1/5)2: 1, oder von 1 - 259: 1 (allgemein
von 1 -: 1) kleiner, als unter dem Pol, und daher der
Druck des Ueberschußes der an den Aequator gehenden Säule
über die an den Pol gehenden kleiner, als wenn die Graoitation ¬
constant wäre, weswegen die erstere Säule sich noch
ein wenig verlängern muß, um mit der letzteren das Gleichgewicht ¬
halten zu können. Da aber der Unterschied der Säulen ¬
ebenfalls sehr gering ist; so wird dadurch das Axenverhältniß ¬
nicht merklich geändert. Hingegen hat diese Verminderung ¬
der Gravitation einen merklichen Einfluß auf die