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108.). Also ist genau die mittlere Bewegung des ersten
Trabanten sammt der doppelten mittleren Bewegung des
dritten gleich der dreyfachen mittleren Bewegung des zweyten, ¬
und die mittlere Länge des ersten sammt der doppelten
mittleren Länge des dritten weniger die dreyfache mittlere
Länge des zweyten = 180°. Es ist nicht nöthig, daß diese
Verhältniße ursprünglich nach aller Schärfe Statt gehabt
haben, nur müssen sie wenig davon entfernt gewesen seyn,
und alsdenn war die gegenseitige Attraction der drey ersten
Trabanten hinreichend, um diese Verhältnisse in aller Schärfe ¬
hervorzubringen und zu erhalten. Aber der kleine Unterschied ¬
zwischen diesen und den ursprünglichen Verhältnissen
hat eine allein durch die Beobachtungen zu bestimmende Ungleichheit ¬
hervorgebracht, welche sich unter die drey Trabanten ¬
vertheilt, und von La Place mit den Namen der Libration ¬
bezeichnet wird, vermöge welcher die Verhältnisse der
Bewegungen und Längen dieser Trabanten um jene mittleren ¬
Verhältnisse hin und her oscilliren, und sich nur um sehr
kleine Größen von ihnen bald auf der einen, bald auf der
anderen Seite entfernen. Die Untersuchung der Beobachtungen ¬
hat gezeigt, daß diese Libration sehr klein und selbst unmerklich ¬
seyn muß. Weder Secularungleichheiten der Jupiterstrabanten, ¬
noch ein Widerstand des Mittels können
diese Verhältnisse stören, denn diese Ungleichheiten sind denselben ¬
Verhältnissen untergeordnet, in welchen die mittleren
Bewegungen der drey ersten Trabanten zu einander stehen*).
§. 345. Die Excentricität der Bahn des dritten Trabanten
zeigt sonderbare Anomalien deren Ursache La Place durch die
Theorie entdeckt hat. Sie hängen von zwey verschiedenen
Mittelpunktsgleichungen ab, deren eine der Bahn dieses Trabanten ¬
eigen ist, und sich auf ein Perijovium bezieht, welches ¬
eine jährliche Sideralbewegung von 2° 36 39½,17 hat,
die andere aber von der Wirkung des vierten Trabanten und
der Excentricität seiner Bahn abhängt, und sich auf das Perijovium ¬
dieses letzteren bezieht, welches eine jährliche side*) ¬
Méc. cél. T: I. L. II. Ch. VIII. n. 66. pag. 342. und T. IV. L. VIII.
Ch. VI. pag. 59. et suiv.