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nen treiben mag. Folglich hängen die beobachteten Veränderungen ¬
der mittleren Bewegungen des Jupiters und Saturns ¬
nicht von ihren Secularungleichheiten ab.
§. 331. Die Unveränderlichkeit der mittleren Bewegungen ¬
der Planeten ist eines der merkwürdigsten Phänomene ¬
des Weltsystems. Alle anderen Elemente der Ellipsen,
welche die Planeten beschreiben, sind veränderlich. Diese
Ellipsen nähern sich durch unmerkliche Stufen der kreisförmigen ¬
Gestalt, und entfernen sich wieder von derselben, ihre
Neigungen gegen eine unveränderliche Ebene und gegen die
Ebene der Ekliptik nehmen zu und ab, ihre Perihelien und
Knoten sind in Bewegung, wie man durch die Vergleichung
weit von einander entfernter Beobachtungen gefunden hat.
So hat z. B das Perihelium der Erdbahn gegenwärtig eine ¬
jährliche siderische directe Bewegung von 11,8 (§. 191.),
und die Neigung der Ebene ihrer Bahn gegen die Ebene des
Erdåquators nimmt in 100 Jahren um 52,1 ab (§. 39.).
Euler *) fand zuerst in der allgemeinen Schwere die Ursache ¬
dieser Verminderung, welche gegenwärtig die vereinigte
Wirkung aller Planeten vermöge der Lage ihrer Bahnen gegen ¬
einander hervorzubringen strebt. Seine Rechnungen
gaben ihm die Secularabnahme der Schiefe der Ekliptik
nahe mit den Beobachtungen übereinstimmend = 49“. La
Place fand mittelst der §. 303. angegebenen Planetenmassen
die Abnahme der Schiefe der Ekliptik int von dem Jahr 1750
an verfloßenen Jahren =0 52114281-0,0000071196t2 **).
Eine Vergleichung der von den Alten beobachteten Schiefen
der Ekliptik mit den nach der Theorie von La Place berechneten ¬
findet man in der Connaiss des tems pour 1811.,
woraus sich ergiebt, daß die Differenz zwischen der Theorie
und den Beobachtungen für jene gröbere Beobachtungen ganz
unbedeutend ist. Indessen scheint nach den neueren Beobachtungen ¬
die Abnahme der Schiefe der Ekliptik geringer zu
seyn. Bradley und de la Caille fanden die Schiefe der
Ekliptik für das Jahr 1750 -23 28 18, und 23° 28
*) Mém. de Berl. pour 1754.
"*) Mée. cél. T. III. pag. 157.