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nenparallaxe ab, und heißt daher die parallactische Ungleichheit.
Schon Mayer hatte aus dieser die Sonnenparallaxe mit einer
größeren Genauigkeit bestimmt, als man sie vorher kannte, und
von 10“,8 auf 7",8 herunter gesetzt *). La Place fand durch
genauere Berechnung aus dem von Bürg durch die Beobachtungen ¬
bestimmten Coefficienten 2' 2“,1 dieser Gleichung die Sonnenparallaxe ¬
= 8“,6; also nahe dieselbe, welche mehrere Astronomen ¬
aus dem letzten Durchgang der Venus vor der Sonne geschlossen ¬
haben. Die zweyte Ungleichheit ist diejenige, welche
von der Länge des Mondsknotens abhängt, und nach Bürg 6“,8 =
Sin. 8 =-6“8 Sin. N ist. Mayer hatte diese Gleichung
nur durch die Beobachtungen gefunden **), welcher sie auf 4
setzte. Mason fand sie =7“,7. La Place zeigte zuerst, daß nach
der Theorie eine solche Ungleichheit der Mondsbewegung Statt
finde, und daß sie von der abgeplatteten Gestalt der Erde abhänge. ¬
Es ergiebt sich aus der von Bürg nach den Beobachtungen
gefundenen Größe dieser Ungleichheit die Abplattung der Erde
***). Wäre die Abplattung der Erde — 1; so müß— ¬
305.0
te diese Ungleichheit = 11",5 seyn.
Die zwolfte Ungleichheit der Breite des Monds ist von La
Place entdeckt worden, und hängt wie die vorhergehende von der
Gestalt der Erde ab. Bürg fand sie aus einer großen Anzahl
in Greenwich angestellter Beobachtungen = - 8“0 Sin. der wahren =
Mondslänge, woraus La Place die Abplattung der Erde
Wäre die Abplattung der Erde = 21/85; so
— 3045 fand 1).
müßte diese Ungleichheit = 13",5 seyn. Es ist sehr merkwürdig,
daß diese zwey von der Gestalt der Erde abhängende durch die Beobachtungen =
gefundene Ungleichheiten nahe einerley Abplattung,
und zugleich dieselbe geben, durch welche die verschiedenen Gradmeßungen ¬
mit den kleinst möglichen Abweichungen dargestellt
werden (§. 140.). Die beständig kreisförmige Gestalt des Erdschattens ¬
auf dem Mond bey seinen Verfinsterungen zeigte den
ersten Astronomen die nahe kugelförmige Gestalt der Erde, und
die vollkommenere Mondstheorie giebt eines der sichersten Mittel, ¬
ihre Abweichung von der genauen Kugelgestalt durch die
Beobachtung der Ungleichheiten der Mondsbewegungen zu bestimmen, ¬
denn sie haben vor den Gradmeßungen den Vorzug,
daß sie die Abplattung der Erde auf eine weniger von den Irregularitäten ¬
ihrer Figur abhängende Art geben.
Die Theorie verbunden mit den Versuchen über die Länge des
Pendels und den Gradmeßungen giebt, wie man in dem 309ten
und 310ten §. gesehen hat, die Parallare des Monds sehr nahe
*) Theor. Lnnæ. §. 51. pag. 53.
**) A. a. O. pag. 52.
***) Méc. cél. T. III. pag. 282.
*) Méc. cél. T. III. pag. 285.