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quemsten beseitigt, wenn man statt der Bahn des Monds selbst
ihre Projection auf die Ebene der Ekliptik sucht. Die Rechnung
wird beträchtlich vereinfacht, wenn man die mittlere Länge des
Monds durch die wahre, statt die letztere durch die erstere ausdrückt, ¬
welches Verfahrens Clairaut *) und La Place **) sich
bedienten. Tobias Mayer wählte einen andern Weg, indem er
so wohl die wahre als die mittlere Länge des Monds mittelst eines ¬
Winkels bestimmte, welcher nahe der wahren Anomalie in
der elliptischen Bahn gleich ist. Aus diesen Ausdrücken leitete
er sodenn die Gleichungen her, mittelst welcher aus den mittleren ¬
Bewegungen die wahre Länge, Breite, und Parallaxe des
Monds unmittelbar können gefunden werden*). Diesen Gleichungen ¬
gab er dadurch eine zur Berechnung noch bequemere Form,
daß er die Correctionen nach und nach anbrachte +). Die Gleichungen, ¬
welche er nach der Theorie gefunden hatte, verbesserte
er sodenn durch eine grosse Anzahl dem grösten Theil nach von
ihm selbst auf der Göttinger Sternwarte angestellter Beobachtungen ¬
und machte seine ersten Mondstafeln im Jahr 1753 in
den Göttinger Commentarien bekannt, welche alle vorhergehenden ¬
weit an Genauigkeit übertrafen. Mit der Verbesserung dieser ¬
Tafeln beschäftigte er sich bis an seinen am 20. Febr. 1762
erfolgten Tod, und seine Wittwe übersendete im Jahr 1763 diese
verbesserten Mondstafeln der Längen=Commißion in London,
für welche sie eine Belohnung von 3000 Pfund Sterling erhielt.
Sie erschienen zu London sammt der Mayerischen Mondstheorie
im Jahr 1767. Eben diese Tafeln stehen in der Berliner Sammlung ¬
astronomischer Tafeln. Mason verbesserte diese Tafeln
durch eine größere Reihe von Beobachtungen und durch die Aufnahme ¬
von 8 kleineren Gleichungen, welche Mayer nach der
Theorie gefunden, aber der Kürze der Berechnung wegen weggelassen ¬
hatte. Man findet diese Tafeln in der dritten Ausgabe
der Astronomie von La Lande, in der Connoiss. des tems für
1790, und in den Wiener Ephemeriden. Die neuesten Mondstafeln ¬
sind von Prof. Bürg in Wien berechnet worden. Einige
neue von La Place durch die Theorie gefundene Gleichungen und
eine größere Reihe genauer Beobachtungen des Monds, als diejenige, ¬
welche Mayer zu Gebott stand, gab diesen Tafeln eine
noch größere Genauigkeit. Bürg hat die Form der Mayerischen
Tafeln beybehalten, und es scheint Mayer nicht allein die ersten
genauen Mondstafeln geliefert, sondern auch die zum Rechnen
bequemste Form derselben gefunden zu haben. Die Gleichungen
*) Mém. de l'Acad. de Paris. 1745 et 1748. Theorie de la Lune par
M. Clairaut.
**) Mécan. cél. T. III. Livre VII.
***) Theoria Lunæ juxta systema Newtonianum. Auctore Tobia
Mayer. Londini. MDCCLXVII.
1) A. a. O. §. 49.