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Der Ausdruck §. 312. n. der auf dem Radius Vector senkrecht ¬
wirkenden Kraft ist der Ausdruck der Geschwindigkeit, welche ¬
diese Kraft als constant betrachtet in einer gegebenen Zeit erzeugen ¬
würde, oder das Produkt aus der Winkelgeschwindigkeit,
welche sie erzeugen würde, in den Radius Vector; folglich wird,
wenn diese Kraft P heißt, das Produkt aus dem Quadrat des
Radius Vector in die erzeugte Geschwindigkeit — r. P seyn. Wenn
man nun das Gesetz kennt, nach welchem r und P von der Zeit
abhängen; so kann man dadurch nach den im ersten Capitel dieses ¬
Buchs gegebenen Regeln das Produkt aus dem Quadrat des
Radius Vector in die während einer gegebenen Zeit durch die veränderliche ¬
Kraft wirklich erzeugte Winkelgeschwindigkeit finden.
Der Umstand, daß P klein ist in Vergleichung mit der auf den
Mond wirkenden Centripetalkraft erleichtert die Bestimmung dieser ¬
Größe, weil man bey einer ersten Annäherung in dem Ausdruck ¬
r. P den elliptischen Radius Vector des Monds statt seines
wahren setzen kann. Es sey P' dem Zuwachs gleich, welchen die
ungleichförmig wachsende Größe r. P während der bey dem Maaß
der Winkelgeschwindigkeit zum Grund gelegren Zeiteinheit wieklich ¬
erhält; so wird diese Größe zu dem vorhin gefundenen Produkt ¬
aus dem Quadrat des Radius Vector in die elliptische Winkelgeschwindigkeit ¬
hinzugefügt werden müßen, um das Produkt
aus 12 in diejenige Winkelgeschwindigkeit zu finden, welche in
der gestörten Bahn dem Radius Vector r entspricht. Man setze
sie =u; so wird man unter der Voraussetzung, daß die Kraft
P nach der Richtung der Bewegung wirke, haben
1) r.u — a2wV1-e: 4 P",
Ve2
oder u —
Wirkt die Kraft P der Richtung der Bewegung entgegen;
so setzt man sie bey der Berechnung von P' negativ, und wenn
auch P negativ wird, so erhält es das Zeichen
Zu der Bestimmung des Radius Vector r der gestörten
Bahn dient der Satz, daß r abnimmt oder wächst, je nachdem
die Summe der gegen den Mittelpunkt der Kräfte hin wirkenden
Centripetalkräfte größer oder kleiner ist, als die Kraft, vermöge
welcher mit der dem Radius Vector rentsprechenden und in senkrechter =
Richtung auf ihn genommenen Geschwindigkeit ein Kreis
von dem Halbmesser r könnte beschrieben werden. Da nun die
dem Halbmesser r entsprechende Winkelgeschwindigkeit —u ist;
so ist die wahre Geschwindigkeit nach der auf dem Radius Vector ¬
senkrechten Richtung — r.u, und die zu dieser Kreisbewegung ¬
erforderliche Kraft — 2 (§. 273. n. 1.) — r.u2. Die
von der Schwere des Monds gegen die Erde allein herrührende