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Aufsteigung der Sonne von 270° oder im Wintersolstitium ¬
wiederum der Schiefe der Ekliptik gleich, von welchem
Punkt an die südliche Abweichung abnimmt, bis sie in dem
Frühlingspunkt wieder verschwindet. Der Punkt D (Fig
10.) des Sommersolstitiums steht von den Aequinoktialpunkten ¬
A,Q beyderseits um 90° ab, weil AB und Ab90° =
sind, und eben so verhält es sich mit dem Punkt des
Wintersolstitiums. Mithin liegen die Solstitialpunkte in
einem grösten Kreis, welcher durch die Pole des Aequators
geht, und den durch diese und die Aequinoktialpunkte gelegten ¬
grösten Kreis rechtwinklicht schneidet. Der erstere
heißt der Kolur der Solstitien oder Sonnenwenden (Colurus ¬
solstitiorum), letzterer der Kolur der Nachtgleichen ¬
(Colurus aquinoctiorum). Nimmt man auf beyden
Seiten des Kolurs der Solstitien die Bogen Bb, Bb des
Aequators einander gleich; so werden auch die den Punkten
b,b entsprechende Abweichungen ba, ba der Sonne einander ¬
gleich seyn.
Das hier gesagte folgt aus §. 31. n. 3. Setzt man nemlich ¬
die gerade Aufsteigung der Sonne — a, ihre Abweichung —d,
Tg e Sin. «
Die
die Schiefe der Ekliptik — e; so ist Tang. ? Sin. -
tot.
Tangente der Abweichung wächst also dem Sinus der geraden
Aufsteigung proportional, und wird am grösten, wenn Sin. a—
Im letzteren
Sin. tot., also wenn a — 90° oder = 270° wird.
Fall ist aber Sin. a negativ, mithin die Abweichung südlich. Wird
90°; so nimmt Sin. e wieder ab, und wird dem Sinus seines =
Supplements gleich. Nimmt man Bbe = Bb; so wird Ab b'O, =
Sin. Ab' — Sin. b'Q — Sin. Ab, und
Tg. e Sin. Ab
Tg. e Sin. Ab'
Tg. ba. Mithin wird
Tang. bd
Sin. tot.
Sin.tot.
bedl —bd wenn Bb — Bb.
§. 33. So wie man nun durch die Methode der correspondierenden ¬
Höhen die Lage des Meridians und den Augenblick ¬
des Durchgangs eines Sterns durch denselben bestimmen ¬
kann, eben so wird man durch Beobachtung gleicher
Abweichungen der Sonne, wenn beyde nördlich, oder beyde
südlich sind, die Lage des Kolurus der Sonnenwenden, und
den Augenblick des Durchgangs der Sonne durch denselben
bestim¬