Full text : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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Körper  direct  ihren  Gewichten  und  umgekehrt  den  Räumen,
welche  sie  einnehmen,  proportional  setzt,  und  aus  den  nach
dieser  Regel  bestimmten  Dichtigkeiten  zweyer  Körper  richtig
schließt  daß  ihre  Gewichte  im  zusammengesetzten  Verhältniß ¬
  der  Räume  und  der  Dichtigkeiten  seyen,  so  kann  man
auch  in  der  Astronomie  die  Dichtigkeit  der  Himmelskörper
direct  der  Stärke  ihrer  Anziehungskräfte  in  einer  gegebenen
Entfernung,  und  umgekehrt  den  Räumen,  welche  sie  einnehmen, ¬
  proportional  setzen,  und  dabey  die  Frage  über  die
Menge  der  materiellen  Theile,  welche  sie  enthalten,  unentschieden ¬
  lassen.  Wenn  man  also  von  zwey  gleich  großen
Himmelskörpern  sagt,  daß  der  eine  noch  einmal  so  dicht  sey,
als  der  andere;  so  heißt  diß  so  viel:  der  erstere  wird  einem
ausserhalb  seiner  Oberfläche  und  in  einer  gegebenen  Entfernung ¬
  von  seinem  Mittelpunkt  befindlichen  Körper  in  einer
gegebenen  Zeit,  z.  B.  in  einer  Sekunde,  eine  noch  einmal
so  große  Geschwindigkeit  mittheilen,  als  diejenige  ist,  welche ¬
  der  zweyte  demselben  in  einer  gleich  großen  Entfernung
von  ihm  befindlichen  Körper  in  einer  Sekunde  mittheilen
würde.  Allgemein,  wenn  zwey  Körper  Z  und  B  von  einerley ¬
  Volumen  einem  dritten  C  in  einer  gegebenen  Entfernung ¬
  und  in  einer  gegebenen  Zeit  Geschwindigkeiten  mittheilen, ¬
  welche  sich  wie  a:  b  verhalten,  sagt  man,  die  Dichtigkeit ¬
  von  A  verhalte  sich  zu  der  Dichtigkeit  von  B,  wie  a:b.
Es  seyen  A  und  B  zwey  andere  mit  den  ersteren  gleich  große
Körper,  welche  dem  Körper  C  in  derselben  Entfernung  und
in  gleichen  Zeiten  Geschwindigkeiten  mittheilen,  die  sich  ebenfalls ¬
  wie  a:  b  verhalten.  Beständen  nun  diese  zwey  Körper ¬
  aus  einerley  Materie;  so  würde  sich  die  Menge  der  Materie ¬
  von  A  zu  der  Menge  der  Materie  von  B'  verhalten
müßen  wie  a:b.  Man  nennt  alsdenn  die  Dichtigkeiten  von
A  und  B  die  mittleren  Dichtigkeiten  von  4  und  B  Wäte ¬
  der  Körper  C  unbeweglich,  und  befänden  sich  die  vier  übrigen ¬
  in  gleichen  Entfernungen  von  diesem;  so  würden  sie  gegen ¬
  den  letzteren  in  gleichen  Zeiten  von  gleichen  Höhen  fallen, ¬
  und  die  Gewichte  von  A  und  B  würde  den  Gewichten
von  A  und  B  beziehungsweise  gleich  seyn.  Aber  das  Gewicht ¬
  von  A  verhält  sich  zu  dem  Gewicht  von  B  wie  die
            
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