Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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§.  297.  Wenn  zwey  Körper  P  und  A  (Fig.  125.)
nach  irgend  einem  Gesetz  einander  anziehen,  und  sich  um  ihren ¬
  gemeinschaftlichen  Schwerpunkt  S  bewegen;  so  kann  mit
denselben  Anziehungskräften  einer  derselben  Aum  den  anderen ¬
  P,  wenn  dieser  in  Ruhe  wäre,  eine  Bahn  beschreiben,
welche  der  relativen  Bahn  A  eben  dieses  Körpers  A  um
den  anderen  sich  bewegenden  Pgleich  und  ähnlich  ist  *).  Um
dieses  zu  zeigen,  ziehe  man  aus  einem  gegebenen  Punkt  p
(Fig.  126.)  die  geraden  Linien  pa,  pn  u.  s.  w.  den  Linien
PA,  MN  u.  s.  w.  gleich  und  parallel;  so  wird  die  krumme
Linie  an  der  der  relativen  Bahn  40  gleich  und  ähnlich  seyn,
welche  der  Körper  A  um  den  sich  bewegenden  Körper  P  beschreibt ¬
  (§.  296.),  mithin  auch  nach  eben  diesem  §.  ähnlich
den  krummen  Linien  AN,  PM,  welche  die  Körper  P  und  A
um  ihren  gemeinschaftlichen  Schwerpunkt  S  beschreiben.
Dieser  Punkt  ruhe  fürs  erste,  und  es  seyen  in  p  und  a  zwey
den  Körpern  P  und  Agleiche  und  ähnliche  Körper.  An  die
Punkte  A  und  a  der  krummen  Linien  AV,  an  seyen  die  Tangenten =
  Al,  at  gezogen,  und  die  Radii  Vectores  SN,  pn
seyen  bis  an  die  Tangenten  nach  Rundr  verlängert.  Wegen ¬
  der  Aehnlichkeit  der  Figuren  SARN  und  parn  verhält  sich
RN:  rn  -  SN:  pn
pa
SA:Ap
Wenn  also  die  Kraft,  mit  welcher  der  Körper  4  gegen
den  Körper  P,  mithin  gegen  den  Zwischenpunkt  S  angezogen ¬
  wird,  zu  der  Kraft,  mit  welcher  der  Körper  a  von
angezogen  wird,  in  dem  gegebenen  Verhältniß  von  SA:  Al
wäre;  so  würden  diese  Kräfte  die  Körper  A  und  a  in  gleichen ¬
  Zeiten  um  die  Räume  RN,  rn  von  den  Tangenten  ablenken, ¬
  und  der  Körper  a  würde  um  den  unbeweglichen  Körper =
  p  in  derselben  Zeit  den  Bogen  an  beschreiben,  in  welcher ¬
  der  Körper  A  den  Bogen  AN  seiner  Bahn  um  den
Schwerpunkt  S  beschreibt.  Nun  sind  aber  die  Kräfte,  welche ¬
  auf  A  und  a  wirken,  wegen  der  Gleichheit  und  Aehnlichkeit ¬
  der  Körper  P  und  p,  A  und  a,  und  wegen  der  Gleichheit ¬
  der  Distanzen  PA  und  pa  (oder,  wenn  die  Körper  in
*)  Princ.  L.  I.  prop.  LVIII.
            
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