Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

mend  finden.  Die  scheinbaren  Abstände  zweyer  Firsterne
von  einander,  wenn  man  sie  auch  in  sehr  verschiedenen  Höhen ¬
  dieser  Sterne  und  an  weit  von  einander  entfernten  Orten ¬
  der  Erde,  beobachtet  hat,  werden,  wenn  man  sie  von
der  Einwirkung  der  Stralenbrechung  befreyt,  desto  genauer
einerley  Resultat  geben,  je  genauer  die  Beobachtungen  sind.
Die  Parallaxe  der  Fixsterne  ist  also  unmerklich,  und  die
schei  baren  Irregularitäten  ihrer  tä  lichen  Bewegung  kommen ¬
  allein  von  der  Stralenbrechung  her.  Diese  macht  sie
früher  auf  und  später  untergehen,  als  es  nach  den  Gesetzen
der  täglichen  Bewegung  seyn  sollte,  und  man  kann  mittelst
der  bekannten  Stralenbrechung  am  Horizont  berechnen,  wie
viel  dieses  für  jeden  gegebenen  Stern  unter  einer  gegebenen
Polhöhe  beträgt.  Man  findet  nemlich  den  scheinbaren  halben ¬
  Tagbogen  eines  Sterns,  wenn  man  nach  §.  8.  n.  1.
oder  4.  den  Stundenwinkel  sucht,  für  welchen  der  Stern
eben  so  tief  unter  dem  Horizont  steht,  als  die  Horizontalreftaktion ¬
  beträgt.
Heißen  der  wahre  und  scheinbare  halbe  Tagbogen  T,  T,  und
die  Horizontalrefraktion  R
so  ist.  (§.  8.  n.  11.)
-  Sin.  RSin.  tot.
Cos,  d  Sin.  (Sin.  tot.
CSin  Cos
Sin.  d  Cos.  1
Cos.  d  Sin,  /  Sin.  tot.
Cos.T
Sin.  d  Cos.1
folglich  Cos.  T-Cos.  T.
Sin.  R  Sin  tot.
oder  2  Sin.  7—  TSin.  T  47—
Sin.  a  Cos.7.
Da  nun  R  nur  ungefähr  einen  halben  Grad  beträgt;  so  ist
R  Sin,  tot.
sehr  nahe  T'-T
Sin.  4  Cos.  1Sin.T
§.  26.  Man  beobachte  mehrere  Höhen  eines  Firsterns,
dessen  Polardistanz  man  kennt,  und  bemerke  die  Beobachtungszeiten ¬
  nach  einer  Sekundenuhr.  Die  beobachteten  Höhen ¬
  vermindere  man  um  die  ihnen  zugehörige  Refraktionen,
und  diese  seyen  entweder  durch  Meridianhöhen  der  Circumpolarsterne ¬
  allein,  oder  zum  Theil  durch  Höhen  ausser  dem
Meridian  und  die  ihnen  zugehörigen  Azimuthe  statt  der
Stundenwinkel  bestimmt.  Man  berechne  die  diesen  vermin¬
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer