Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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der  Entfernung  von  dem  Mittelpunkt  8  (Fig.  110.)  der  Kraft
proportional,  ihre  Größe  für  eine  gegebene  Entfernung  SH  gegeben ¬
  ist,  und  einem  Körper  in  einem  gegebenen  Punkt  A  eine  gegebene =
  Geschwindigkeit  AC  nach  einer  gegebenen  auf  AS  schiefen ¬
  Richtung  mitgetheilt  wird;  so  kann  immer  ein  Kegelschnitt
gefunden  werden,  welcher  unter  diesen  Umständen  von  dem  Körper =
  beschrieben  werden  kann.  Da  nemlich  sich  verhält  die  Kraft
in  H:  Kraft  in  4  —  8A2:  SH  ;  so  ist  die  Größe  der  Centripetalkraft ¬
  in  dem  gegebenen  Punkt  A  gegeben.  Man  setze  sie
—  k,  die  gegebene  Distanz  SA  =z,  und  die  anfängliche  Geschwindigkeit ¬
  AC  —v;  so  wird  der  gesuchte  Kegelschnitt  eine
Ellipse  (den  Kreis  mit  eingeschlossen),  oder  eine  Parabel,  oder
eine  Hyperbel  seyn,  je  nachdem  v2  —  2kz  ist.  Im  ersten  und
dritten  Fall  ist  die  große  Axe  der  Ellipse  nach  §.  280.  n.  6.  und
die  Queraxe  der  Hyperbel  nach  n.  7.  gegeben,,  und  für  alle  drey
Fälle  erhält  man  den  Parameter  des  Kegelschnitts  nach  n.  13.
Ferner  muß  der  Kegelschnitt  die  gerade  Linie  AC  in  dem  gegebenen ¬
  Punkt  A  berühren;  mithin  ist  der  Kegelschnitt  gegeben,
und  er  kann,  wie  hernach  gezeigt  werden  soll,  verzeichnet  oder
berechnet  werden.
Es  kann  aber  gezeigt  werden,  daß  ein  Körper,  welcher  von
einem  gegebenen  Punkt  nach  einer  gegebenen  Richtung  mit  einer
gegebenen  Geschwindigkeit  ausgeht,  und  gegen  einen  gegebenen
Punkt  hin  durch  eine  Kraft  getrieben  wird,  deren  Größe  in  einer
gegebenen  Entfernung  von  dem  Mittelpunkt  der  Kraft  sammt
dem  Gesetz,  nach  welchem  sie  sich  mit  den  Entfernungen  von  diesem =
  Mittelpunkt  verändert,  gegeben  ist,  nur  Eine  krumme  Linie
beschreiben  kann.  Man  nehme  zuerst  wie  in  §.  271.  an,  die
Kraft  wirke  stoßweise;  so  wird,  wenn  man  das  Vieleck  ABCDEF
(Fig.  103.)  nach  dem  angeführten  §.  coustruirt  hat,  und  sich
nun,  indem  man  von  denselben  gegebenen  Größen  ausgeht,  ein
zweytes  Vieleck  verzeichnet  gedenkt,  dieses  zweyte  Vieleck  mit
dem  ersteren  congruent  seyn,  weil  vermöge  der  Bedingungen
SA.  SAT,  AG,  Aa  in  beyden  Vielecken  einander  gleich  seyn
müßen,  und  daher  das  erste  Dreyeck  des  zweyten  Vielecks  das
Dreyeck  ASB  des  ersten,  ferner  das  zweyte  Dreyeck  jenes
Vielecks  das  Dreyeck  BSC  u.  s.  w.  decken  muß.  Man  nehme
die  Zwischenzeiten  der  Stöße  immer  kleiner  und  kleiner;  so  werden, ¬
  weil  das  Gesetz  der  Kraft  in  den  zwey  Vielecken  dasselbe
bleiben  soll,  beständig  die  in  gleichen  Zeiten  beschriebene  Vielecke
einander  decken,  wie  klein  man  auch  jene  Zwischenzeiten  nehmen
mag.  Mithin  werden  auch  die  stetig  krummen  Linien,  welchen
sich  die  Vielecke  bey  der  Verkleinerung  der  Zwischenzeiten  beständig ¬
  nähern,  aufeinander  fallen  müßen,  wenn  man  sie  so  aufeinander ¬
  legt,  daß  der  Anfangspunkt  A  der  Bewegung,  der  Mit¬
            
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