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werden, daß die Bewegungen der zwey Körper, wenn sie sich um
gleich viel von dem Mittelpunkt der Kraft entfernen, gleiche Verzögerungen =
leiden.
Hieraus folgt nun auch, daß ein Körper A, welcher genöthigt
wird, sich auf einer stetig krummen Linie AM als vorgeschriebenem
Weg zu bewegen, und in irgend einem Punkt M seines Was
diejenige Geschwindigkeit hat, welche ein frey von der Höhe BN
fallender Körper B in N erreicht haben würde, in jedem anderen
Punkt m seines Wegs mit derjenigen Geschwindigkeit ankommen
werde, welche der frey von der Höhe Bu fallende Körper inn erlangt =
haben würde. Denn nun vertritt der Widerstand des vorgeschriebenen =
Wegs die Stelle der Kraft rp, und die Geschwindigkeit
des Körpers nach der Richtung der Tangente Mt wird durch die
Krümmung des Wegs nicht geändert (§. 256.). Was also in dem
257sten §. von dem Fall auf einem vorgeschriebenen Weg bewiesen
worden ist, wenn die Kraft constant ist, und nach parallelen Richtungen =
wirkt, gilt allgemein von jeder veränderlichen nach einem
gegebenen Punkt hin wirkenden Kraft.
§. 279. Wenn die krumme Linie gegeben ist, welcher ein Körper =
A mit einer freyen Centralbewegung beschreibt, so kann man
das Gesetz finden, nach welchem die aus dem Mittelpunkt der Kraft
auf die Tangenten der krummen Linie gefällten Perpendikel, mithin
auch die Geschwindigkeiten der Bewegung (§. 272.), von den an
die Berührungspunkte gezogenen Radlis abhängen. Alsdenn wird
die Bestimmung des Gesetzes der Centripetalkraft auf die Auflösung
der Aufgabe zurückgeführt: aus dem Gesetz, nach welchem die Geschwindigkeit =
der geradlinigten Bewegung eines anderen Körpers B
mit seinen Entfernungen von einem in dieser geraden Linie liegenden
Punkt 8 sich verändert, das Gesetz der Kraft finden, welche den
Körper gegen diesem Punkt hin treibt.
Die krumme Linie sey z. B. eine Ellipse ADPE (Fig. 105.).
und der Brennpunkt S der Mittelpunkt der Kraft. Man ziehe SK
auf die Tangente RF senkrecht; so liegt, wie §. 274. gezeigt worden =
ist, der Punkt R auf dem Umfang eines über der großen Axe
als Durchmesser beschriebenen Kreises. SR verlängert begegne diesem =
Kreis auf der andern Seite von S in r. Man nehme 19 — rS,
ziehe Fq, Cr und durch S die Parallele Sm mit FM, welche von
der Fq in m geschnitten werde. Da SC —CF und Sr=rg; so
sind Cr und Fy einander parallel (VI, 2), und daher ist Fq 2CrAP=FQ =
(S. §. 274.). Und weil OM— MS; so ist
MS mit Fq parallel, und Sm = FM, SM = Im (I, 34), mithin =
m ein Punkt ebendieser Ellipse, welche von der geraden Linie
mr inm berührt wird, weil Sm — mq und Sr—r9, also Smr—
rmq ist. Wegen der Aehnlichkeit der Dreyecke RMS u. Smr verSom =
SR. Sr
hält sich aber SM
MF