Volltext : Bohnenberger, Johann G. F.: Astronomie

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sind.  Man  nennt  die  für  eine  gewiße  Dichtigkeit  der  Luft,  z.
B.  für  diejenige,  welche  bey  28“0,"93  Barometerstand  und  bey
+80  Reaum.  Statt  findet,  berechnete  Refraktionen  die  mittlere,
und  verwandelt  sie  mittelst  der  durch  das  Barometer  und  Thermometer ¬
  für  die  Zeit  der  Beobachtung  gegebenen  Dichtigkeit  der
Luft  in  die  wahre.  Obige  Refraktionen  entsprechen  +  8°;  folglich ¬
  verhält  sich  bey  einerley  Barometerstand  die  Dichtigkeit  der
Luft  d  beym  Eispunkt  zu  ihrer  Dichtigkeit  D  bey  +  8°,  wie
3.  8.  1283  :  80,  (.  14.)  und  ihre  Dichtigkeit  D'bey+1°:
178  80
Dichtigkeit  a  —  80:  80++
80.
1
Mithin  ist  D':  D=83:  808.83 -

8.83
8
1:14
8.  83
t-8
14
221
sich  nicht
D
„  wenn  der  Barometerstand
und  daher  D'm.
t
verändert.  Verändert  sich  auch  dieser,  und  wird  -  b  pariser
Zollen;  so  wird  die  Dichtigkeit  D'  werden
28,00775
18
221
Folglich  muß  man  die  §.  22.  angegebene  Refraktionen  mit
multipliciren,  um  sie  in  die  wahre  zu  ver2500715 ¬

2212
woandeln,  welche  dem  Barometerstand  b  und  Thermometerstand
zur  Zeit  der  Beobachtung  entsprechen.
Auf  diese  Veränderungen  der  Refraktionen  muß  man  Rücksicht ¬
  nehmen,  wenn  sie  durch  Beobachtungen  bestimmt  werden
sollen.  Kennt  man  die  Refraktionen  schon  beynahe;  so  kann
man  ihre  Veränderungen  während  der  Zeit  der  Beobachtungen
genau  genug  berechnen,  und  dadurch  die  beobachteten  scheinbaren ¬
  Höhen  auf  diejenigen  reduciren,  welche  bey  einem  gewißen
Barometer  und  Thermometerstand  würden  beobachtet  worden
seyn,  und  die  aus  den  reducirten  Beobachtungen  abgeleitete  Refraktionen ¬
  werden  eben  diesem  Stand  des  Barometers  und  Thermometers ¬
  entsprechen,  den  man  übrigens  so  wählt,  daß  er  dem
während  der  Beobachtungen  Statt  gehabten  mittleren  Stand
nahe  kommt,  um  die  Reduktionen  zu  vermindern.
            
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