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gleichförmigen Bewegung durchlauft; so wird seine Geschwindigkeit ¬
v„ -
und vermöge der Gleichung n. 1.
avn
2.) k
seyn.
Da ein Körper, welcher sich in einem Kreise bewegen
soll, gegen des Kreises Mittelpunkt hin durch eine Kraft
getrieben werden muß, welche = — ist (n. 1.); so bestrebt
er sich mit einer ebenso großen Kraft von des Kreises Mittelpunkt ¬
zu entfernen, und nach der Richtung der Tangente
fortzugehen. Dieses Bestreben eines im Kreise sich bewegenden ¬
Körpers, sich von des Kreises Mittelpunkt zu entfernen, ¬
heißt die Schwungkraft (vis centrifuga). Wird
ein Körper durch einen Faden mit einem unbeweglichen
Punkt verbunden, und dadurch genöthigt, einen Kreis zu
beschreiben, dessen Halbmesser der Länge des Fadens gleich
ist; so muß der Faden stark genug seyn, um der Schwungkraft ¬
zu widerstehen, und dieser vertritt nun die Stelle der
Centripetalkraft. Gewöhnlich versteht man unter der
Schwungkraft den Exponenten ihres Verhältnißes zu der
Kraft der Schwere. Man setze die freye Fallhöhe der Körper ¬
in der ersten Sekunde — g, also die Geschwindigkeit,
welche die Schwere in einer Sekunde erzeugt — 22; so wird
sich verhalten
die Schwungkraft: Schwere =: 2g, oder es wird seyn
3.) die Schwungkraft28 =
§. 274. Wenn ein Körper einen Kreis mit einer
gleichförmigen Bewegung beschreibt; so kann zwar nach dem
vorhergehenden §. die Centripetalkraft gefunden werden
welche den Körper nöthigt, diesen Kreis zu beschreiben, aber
das Gesetz, nach welchem die Centripetalkraft mit dem Abstand ¬
des Körpers von des Kreises Mittelpunkt sich verändert, ¬
bleibt unbestimmt, weil in diesem Fall alle Radii Vectores ¬
einander gleich sind. Da aber die Planeten keine Kreise, ¬
sondern Ellipsen beschreiben, in deren einem Brennpunkt
sich die Sonne befindet, und dieser Punkt vermöge des vorBohnenbergers ¬
Astronomie.